Über 75 000 geschützte Baudenkmäler gibt es laut neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik in der Schweiz. Fotos: Ralph Feiner

Neue Zahlen zum Denkmalschutz

Wegen des Trends zur Verdichtung gerät der Denkmal- und Ortsbildschutz unter Druck. Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht neue Zahlen. Die «NZZ» berichtet.

Der Druck auf historische Bauten nehme seit einigen Jahren stark zu. Über 75 000 geschützte Baudenkmäler gibt es laut neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik in der Schweiz. Erstmals wurde gesamtschweizerisch ausgewiesen, wie viele Baudenkmäler pro Kanton unter Schutz stehen. Dies variiert von Kanton zu Kanton deutlich: Der Kanton Waadt habe mit 8457 Bauten die meisten Baudenkmäler. Sorgenkind sei mit 629 geschützten Bauten der Kanton Schwyz. Zugleich geraten die geschützten Ortsbilder ins Visier, bei denen das Gesamtbild einer Siedlung im Mittelpunkt steht. Die stetige Erweiterung jenen Inventars (Isos) erschwere vielerorts die Verdichtung. So seien in der Stadt Zürich mittlerweile drei Viertel der Siedlungsfläche durch das Isos erfasst. «Soll eine Verdichtung in städtischen Gebieten angestrebt werden, um die Grünflächen auf der Landschaft zu schützen, müssen zwingend Ausnahmen vorgesehen werden können», sagt Nationalrat Hans Egloff in der «NZZ».

Weitere Meldungen:

– Novartis und BASF suchen nach Investoren für ihre Areale in Basel. Dieser Schritt erfolge zu einem unerwartet frühen Zeitpunkt des Projekts «klybeckplus». Die Basler Regierung gebe sich gelassen, berichtet die «BZ».

– In Einsiedeln wird eine von Post und SOB geplante Überbauung nicht realisiert. Die Bauherren werfen den Behörden vor, mit Auflagen ein wirtschaftliches Projekt zu verunmöglichen, informiert die «LZ».

– In Zürich liegt ein Projekt für eine grosse Fussgängerzone in der Innenstadt vor. Selbst das Gewerbe sei dafür. Nun verzögerten die rot-grünen Parteien das Vorhaben – weil ihnen die Veloführung nicht passt, schreibt die «NZZ».

– Die Stadtplaner in Bern halten das Auto vom Zentrum fern, doch auch Thun baut entsprechend um. Die politische Ausrichtung scheint dabei keine Rolle mehr zu spielen, schreibt «Der Bund».

– Die Frist für Einsprachen gegen die Überdeckung der Stadtautobahn A1 beim Ostportal des Rosenbergtunnels ist unbenutzt abgelaufen. Es gehe vorwärts mit dem Neuland für die neue Olma-Halle, informiert das «Tagblatt».

 

Kommentare

Andreas Konrad 19.12.2018 20:02
Den Denkmalschutz zugunsten billigem Renditedenken aufgeben? Kann man machen . Es soll dann einfach keiner dieser Politiker, die jetzt den Denkmalschutz abschaffen wollen , in Zukunft von unserer « schönen Schweiz » mehr sprechen, wenn alles mit Neo -Göhner -Kistlis vollgemüllt ist . Es wird dann bei uns so aussehen wie Bochum in den 70-er Jahren .
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