Das Projekt «à discrétion» von Nord Architekten. Fotos: skyscrapercity.com

«Moderne Architektur wird zum Gestaltungsevent»

Der Berner Alt-Stadtplaner Jürg Sulzer kritisiert die städtebauliche Entwicklung in Bern-Brünnen.

Der Berner Alt-Stadtplaner und heutige Professor für Stadtumbau an der Technischen Universität Dresden Jürg Sulzer kritisiert die städtebauliche Entwicklung in Bern-Brünnen, exemplarisch das Projekt «à discrétion» des Basler Architekturbüros Nord Architekten. «Der jüngst gekürte Wohnbauentwurf ist von städtebaulichen Missverständnissen geprägt», wird Sulzer im «Bund» zitiert. In einzelnen Architekturkreisen und in den zuständigen Stadtgestaltungsgremien stünden autistische Einzelentwürfe nach der Devise «je extravaganter, desto moderner» im Vordergrund. Moderne Architektur werde zum Gestaltungsevent, die städtebauliche Pflichten verletze. Eine abgehobene Wettbewerbsjury habe den Bauherrn (eine Genossenschaft) im Stich gelassen. Die Architekten kontern: Das Projekt versuche dem Quartier einen neuen Impuls zu geben und in einer selbstbewussten Art und Weise mitzuprägen. «Wir bauen nicht in der Altstadt, wo es ein enges städtebauliches Korsett gibt», sagt Philipp Ryffel von Nord Architekten gegenüber dem «Bund».

Weitere Meldungen:

– Der Kampf um die Sanierung des Gymer Strandboden in Biel geht weiter. Die Aufteilung des Kredit sei missbräuchlich, meint des Komitee «Rettet den Gymer Strandbode!». Der «Bund» berichtet.

– Wie die Zweitwohnungsinitiative von Franz Weber «die Alpen erschüttert»: «24heures» berichtet aus dem Val d’Anniviers.

– Wem gehört der Zugang zum See? Auch in der Gemeinde Gland am Genfersee streitet man sich über einen öffentlichen Weg direkt am Wasser. «24heures» berichtet.

– Umbruch im Zürcher Heimatschutz: Paul Stopper und einige seiner Getreuen werden mit klarer Mehrheit aus dem Vorstand der kantonalen Sektion abgewählt. Die «NZZ» informiert.

– «Wir schliessen eine Ausbildungslücke», sagt Roger Blaser von Fachhochschule Nordwestschweiz über das Fachgebiet Bauphysik im Interview mit der «Basler Zeitung».

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