Da scheiden sich die Geister: Visualisierung des neuen Kunsthauses in Zürich. Fotos: PD © David Chipperfield Architects

Kunsthaus: Zweimal Ja, einmal Nein

Zürich braucht das neue Kunsthaus unbedingt, findet der «Tages-Anzeiger»: «Moderne Architektur ist ein Standortvorteil.» Auch in der «NZZ» wird heute nochmals rege zum Erweiterungsbau kommentiert.

Zürich braucht den Erweiterungsbau des Kunstmuseum unbedingt, findet der «Tages-Anzeiger»: «Moderne Architektur ist ein Standortvorteil.» Private, die höher und frecher bauen als die öffentliche Hand, prägen laut der Zeitung das Gesicht der Stadt. Bei allen öffentlich finanzierten Grossbauten ducke sich die selbsternannte Millionenstadt und mache sich ganz klein. Das sei schizophren: «Die Stadt möchte gross sein, dabei aber klein bleiben! Doch Zürich ist nun mal nicht Zofingen.» Auch in der «NZZ» wird heute nochmals rege zum Kunsthaus kommentiert. Der Architekt Bob Gysin will «Raum für neue Impulse». Der Neubau verbessere den Städtebau und stelle sich ganz in den Dienst der Institution Kunsthaus und der Besucher. Der Stadtforscher Jürg Sulzer vermisst derweil den «Bezug zum historischen Stadtensemble». Das Haus vernichte das baukulturelle Erbe genauso achtlos, wie dies in den 1960er-Jahren mit dem Entwurf für ein neues Schauspielhaus getan worden wäre. «Die alten Turnhallen sind keine Störfaktoren, sondern wertvolle Bausteine eines ‹common ground›».

«Ein Zürcherisches Kunsthaus»: Kommentar auf hochparterre.ch (für Abonnenten)
«Für Kunst. Gegen Raub»: Gastkommentar von Heinz Nigg
«Kunsthauspolemik»: Die Debatte um Überblick.

Weitere Meldungen:


– Zürich ist die alte neue Weihnachtsbeleuchtung «The World’s Largest Timepiece» endgültig los. Eine Immobilienfirma kaufte 240 Leuchtstäbe zu einem Pauschalpreis, meldet der «Tages-Anzeiger».

– Die erste Etappe des neuen Wiener Hauptbahnhofs steht vor der Inbetriebnahme, schreibt die «NZZ». Darum herum wächst ein neuer Stadtteil.

– Ende Monat wird das Alters- und Pflegeheim Da Casa Val Lumnezia in Vella im Graubünden bezogen. Die «Südostschweiz» stellt den Neubau des Zürcher Architekturbüros Allemann Bauer Eigenmann vor.

– Mehr Velo: Die Organisation Pro Velo möchte die Förderung des Fahrrads in die Verfassung schreiben. Die «24 heures» berichtet.

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