Die erste Stadtzerstörung am Wipkingerplatz: Bau der Westtangente im Sommer 1969. Hier ist nun das Tunnelportal geplant. Fotos: ETH-Bibliothek, Bildarchiv

Klingenkreuzen auf vier Stationen am Rosengarten

Heute in der Presse: Ein Streitgespräch um den Rosengartentunnel, das Baugesuch am Felix-Platter-Spital in Basel, eine zwischengenutzte Wäscherei in Zürich und Strassen, die zu Gassen werden, in Winterthur.

«Die Stimmung ist von Anfang an gereizt», schreibt die ‹Neue Zürcher Zeitung› zum Streitgespräch zwischen Ruth Enzler und Josef Estermann zum Tunnel- und Tramprojekt an der Rosengartenstrasse, das am 9. Februar im Kanton Zürich zur Abstimmung kommt. «Das Projekt ist eine städtebauliche Sünde», sagt Alt-Stadtpräsident und vehementer Gegner des Projekts. «Schlimmer als jetzt kann es nicht mehr werden», entgegnet Ruth Enzler, Mitglied des Ja-Komitees.
Einer der Orte des Gesprächs ist der Wipkingerplatz. Die Gegner sagen, bei einem Ja für den Tunnel werde dieser Platz endgültig verschandelt, weil hier das Tunnelportal zu liegen kommt. Die Gestaltung der Tunnelportale sei «eine Herausforderung», gibt Befürworterin Enzler zu. Die neue Verkehrslösung werde aber «schlanker und geordneter», meint sie. Das sei «völlig aus der Luft gegriffen», kontert Gegner Estermann: Hier werde es am Ende ein Portal von 37 Metern Breite geben. «Das ist eine städtebauliche Sünde». Weitere Stationen des Gesprächs sind die Ecke Rosengartenstrasse / Dorfstrasse, die Abzweigung der Rosengartenstrasse ins Quartier sowie der Bucheggplatz. Estermann und Enzler bleiben an allen Orten unversöhnlich.

Weitere Meldungen:

– Für das Areal des ehemaligen Felix-Platter-Spitals, jetzt «Westfeld» genannt, hat die Genossenschaft ‹Wohnen und mehr› ein erstes Baugesuch eingereicht. Es geht um den Umbau des ehemaligen Spitals in 134 Wohneinheiten, Dienstleistungs- und Gewerberäume. Dies berichtet heute die ‹Basler Zeitung›.

– Ebenfalls in der ‹BaZ›: Am Mittwoch bewilligte der Grosse Rat den Bau der neuen Rheinterrassen am Kleinbasler Flussufer. Vor der Debatte habe Regierungsrat Hans-Peter Wessels der Regiokommission und dem Grünen Bündnis einen «geheimen Brief» verschickt. Darin habe er Argumente zur Ablehnung der Einsprachen aufgelistet. «Die Einsprecher sind irritiert», schreibt die Zeitung.

– Der ‹Tages-Anzeiger› berichtet über die Zwischennutzung der ehemaligen Zentralwäscherei Zürich. In der einstigen Hauswartwohnung lebt Cedric Hirschi – er ist Herr über ein zurzeit noch verlassenes Industriegebäude. Doch bald erhält er Hunderte neuer Nachbarn.

– Auch im ‹Tagi›: Am nächsten Mittwoch kommt der Gestaltungsplan für das Grossprojekt an der Thurgauerstrasse erneut in den Gemeinderat. Vor einem halben Jahr wurde das Projekt für 900 Wohnungen und Gewerberäumen an die Kommission zurückgewiesen. Nun rechnet Kommissionspräsident Hadi Huber damit, dass es keine Überraschungen mehr geben wird.

– Der Winterthurer ‹Landbote› stellt die neuen Strassennamen auf dem ehemaligen Areal der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) vor. Zwar hatte die Stadt schon Namen festgelegt, doch auf Wunsch der Bauherrschaft Implenia wurden diese nun zu Gassen umbenannt: Die Strassen hätten einen gassenähnlichen Charakter, weshalb diese Bezeichnung passender sei. Wo die SLM früher Lokomotiven baute, errichtet Implenia die Lokstadt mit Wohn- und Gewerbeliegenschaften und dem Dialogplatz als grüne Lunge.

 

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