Wird wohl nicht gebaut: Das Stadionprojekt von Burkard Meyer Architekten.

Kein neues Stadion in Zürich

Das Projekt für ein reines Fussballstadion auf dem Zürcher Hardturmareal ist in der gestrigen Abstimmung mit 50,8 Prozent Nein-Stimmen gescheitert.

Für Stadtrat André Odermatt, Vorsteher des Hochbaudepartements, sei nach diesem Ausgang das Hardturmareal als Standort für ein Stadion erledigt, schreibt die «NZZ». Da auch das Wohnbauprojekt nicht realisiert werden könne, müsse man über die künftige Nutzung mit der Credit Suisse sprechen, der das Land gehörte und die es der Stadt mit der Auflage, ein Stadion zu bauen, verkaufte. Die «NZZ»kommentiert: «Grundsätzlich gehört es nicht zu den Hauptaufgaben einer Stadt, im Alleingang ein zweites Stadion zu bauen. Statt beleidigte Leberwurst zu spielen, soll der Stadtrat nun auftauchende Privatinvestoren voll unterstützen.» Für den «Tages-Anzeiger» gibt es Gründe warum der Stadtrat nicht alle Türen zuknallen sollte. Einer davon: Fast 70 Prozent der Stimmbevölkerung haben die Wohnsiedlung neben dem Stadion gutgeheissen. «Es ist Aufgabe des Stadtrats, jetzt Weg zu suchen, wie er dem klaren Verdikt Folge leisten kann.» Der «Tagi» schliesst: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nun sind die Clubs und all jene am Zug, die im Abstimmungskampf von Alternativen gesprochen haben.»

Weitere Meldungen: 


– Nein zum Centralpark: Zwei Drittel der Basler Stimmbevölkerung waren gegen das umstrittene Projekt über den Geleisen des Bahnhofs SBB. Die «Basler Zeitung» berichtet.

– Die Berner wagen das Experiment und stimmen Ja für eine Zone für Wohnexperimente in Riedbach. Der «Bund» informiert.

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