Laut Bernadette Fülscher für viele vor allem eine Provokation: Der geplante Hafenkran am Limmatufer. Fotos: PD

«Interesse für Kunst fördern, statt provozieren»

Bernadette Fülscher hat 1300 Kunstwerke im öffentlichen Raum der Stadt Zürich dokumentiert und in einem Buch vorgestellt. Den geplanten Hafenkran beurteilt sie im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger» skeptisch.

Bernadette Fülscher hat 1300 Kunstwerke im öffentlichen Raum der Stadt Zürich dokumentiert. In einem Buch stellt sie die Objekte vor. Der «Tages-Anzeiger» hat die Kunstaufspürerin interviewt. Angefangen habe sie auf eigene Faust und die Strassen nach Kunstwerken abgeklappert. Später hat ihr die Stadt die Daten für ein internes Verzeichnis abgekauft. Was hat sie dabei gelernt? «In Zürich – wie in der Schweiz überhaupt – gehört Kunst nur beschränkt zum Selbstverständnis der Bevölkerung.» Doch Kunst im öffentlichen Raum sei «eine Bereicherung ohne Eintrittsgeld für die Stadtbewohner». Den geplanten Hafenkran sieht sie allerdings skeptisch: «Er ist halt wie viele moderne Kunstwerke codiert: Spannend wird’s dann wenn man weiss, um was es geht.» Mit seiner Grösse sei das Projekt für viele zuerst einmal eine Provokation. «Doch Provokation verhärtet, statt dass sie das Interesse für Kunst fördert.»

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– Der Ausbau des Skigebiets in Andermatt harzt, meldet die «NZZ». Der Schwedische Investor Skistar distanziert sich von seinem Engagement und stellt Forderungen.

– Die Endstation der Üetlibergbahn in Zürich darf umgebaut werden, berichtet die «NZZ». Nach über zwei Jahren Verhandlungen hat die kantonale Baudirektion die Ausnahmebewilligung erteilt.

– Scheidegger & Spiess lanciert mit Park Books einen Verlag für Architekturbücher. Gestartet wird mit einer Publikation von Christ & Gantenbein, weiss die «NZZ».

– Die Glarner Bauern stellen Forderungen zur laufenden Raumplanung. Sie wollen klar begrenzte Siedlungen, die sich nach innen entwickeln, so die «Südostschweiz».

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