Die gestern erschienene Ausgabe der Immobilien-Fibel von Wüest Partner.

Hochpreiswohnen

Die wichtigsten Aussagen aus dem neuen Immobilien-Monitoring von Wüest Partner stehen im Tages-Anzeiger. Ausserdem in der Presse: Effizientes Metallrecycling und mehr Kritik an den Zürcher Richplänen.

Markus Diem Meier fasst in den TA-Media-Zeitungen zusammen, was Wüest Partner mit ihrem alljährlichen und gestern veröffentlichten Monitoring zutage fördern. Zum Beispiel steigende Mieten: Die Preise identischer Wohnungen seien von Mitte 2019 bis Mitte 2021 schweizweit um rund 2 Prozent gestiegen. Allerdings unterschiedlich: «In den grossen Städten war der Anstieg mit mehr als 3 Prozent deutlich höher.» Interessant: Die Mietkosten dagegen seien schweizweit gesunken, weil die Mietenden die regional unterschiedlichen Entwicklungen genutzt oder kleinere Wohnungen nachgefragt haben. 

Weiter hinterlässt das Konzept Homeoffice seine Spuren im Immobilienmarkt und in der Raumplanung: «Laut einer Umfrage von Wüest Partner bei Unternehmen dürfte dessen Anteil bei Beschäftigten in Bürojobs künftig bei 26 Prozent bleiben.» Die Büroflächen reduziere dies dennoch kaum, weil einerseits mit einer Zunahme der Gesamtbeschäftigung sowie zusätzlich mit einem steigenden Anteil von Bürojobs zu rechnen sei. Zudem mache Homeoffice das Wohnen ausserhalb der Zentren attraktiver: «Der Nachteil des Pendelns wird relativiert.»

Im Eigentumsbereich droht laut Monitoring langsam, aber sicher Gefahr: Weil die Leute weniger Geld für Ferien und Freizeit ausgeben konnten, haben sie nun mehr davon fürs Wohnen zur Verfügung. Die höheren Ersparnisse würden die Nachfrage nach Wohneigentum weiter stärken. «Wie die SNB warnt daher auch Wüest Partner mit Blick auf die Geschichte vor der Möglichkeit eines Absturzes der Preise in kurzer Zeit.»

Verkehrte Welt schliesslich beim grossen Thema abseits von Corona: Die mit der Klimakrise verbundenen Umweltrisiken werten zwar die Preise von Liegenschaften in Gefahrenzonen ab, weswegen dort aber nicht weniger gebaut wird: In manchen Fällen werde sogar noch stärker als zuvor an gefährdeten Lagen gebaut. Ein Grund dafür könnte die Knappheit an verfügbarem Bauland sein, mutmasst der Tages-Anzeiger.


Weitere Meldungen:

– Debatte um die Stadtzürcher Richtpläne: «Der Einzelne geht verloren», kritisiert NZZ-Redaktor Daniel Fritzsche heute ganzseitig im NZZ-Ressort Meinung&Debatte.

– Spannender Einblick in der Basler Zeitung: Eine Metall-Recycling-Anlage auf der Arisdörfer Deponie fischt 95 Prozent der vorhandenen Metalle aus dem Abfall. Ein Spitzenwert – vorgeschrieben sind zurzeit 70 Prozent.

– «Schandfleck»: Liestal träumt davon, die nahe Autobahn A22 unter die Erde zu verlegen, berichtet ebenfalls die Basler Zeitung.
 

 

 

 

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