So stellen sich Jacques und Pierre die zwei Türme an der Münchner Paketposthalle vor. (Visualisierung: Herzog & de Meuron)

Hochhausstopp in München?

Die Planung der Zwillingstürme von Herzog & de Meuron an der Paketposthalle entzünden ein Volksbegehren. Ausserdem in der Presse: Diversity im Vitra Design Museum und Immobilienblasen in den globalen Städen.

155 Meter hoch sollen die Zwillingstürme an der Münchner Paketposthalle werden. Dass der Entwurf von Herzog & de Meuron ohne städtebaulichen Wettbewerb als Masterplan präsentiert wurde, sieht ein CSU-Landtagsabgeordneter als «echte Todsünde». Mit einem ehemaligen SPD-Stadtrat hat er darum den Verein ‹Hochhausstopp› gegründet und sammelt Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Die Ziele: Die Zwillingstürme stoppen und ausserdem auch der Ausweitung von Zonen, in denen 80-Meter-Häuser stehen dürfen. Die ‹Süddeutschen Zeitung› berichtet über Münchner Machtpolitik, Ressourcenverbrauch und Klimaschutz. In einem Kommentar fragt sie, warum man nach einem knapp gescheiterten Bürgerentscheid vor bald zwanzig Jahren nicht noch einmal zur Hochhausfrage abstimmen sollte.

Weitere Meldungen:
 

– Mit der Ausstellung ‹Here We Are!› rückt das Vitra Design Museum Werke von Frauen aus der eigenen Sammlung in den Fokus. One more Frauen-Ghetto? Die ‹Basler Zeitung› zumindest freut sich über Gendergerechtigkeit und die «gezielte Ankaufpolitik» in Weil am Rhein.

– Während Covid stiegen die Eigentumspreise weltweit, in Moskau sogar um 20 Prozent. Mit 7 und 4 Prozent liegen Zürich und Genf etwa im Mittelfeld. Interessant auch, was sich in der ‹NZZ› aus dem UBS Global Real Estate Bubble Index lesen lässt: In den letzten fünf Jahren waren die Preisanstiege in vielen Weltstädten weit drastischer als hierzulande. Arme Pariser, Amsterdamerinnen, Frankfurter oder Tokioterinnen.

– Erst ging es um einen Parkhauszugang. Dann wurde daraus ein 127  Meter langer Steg, der die Altstadt St. Gallens ab 2024 mit dem Rosenberg verbinden soll Laut ‹Tagblatt› kommt das bei fast allen Parteien gut an.

– London, Wien, Hamburg, Paris, Barcelona, Oslo, Bogotá und Singapur wollen alle autofrei werden. In einem Essay sieht die ‹NZZ› diese Ankündigungen als «unglaubwürdig» und meint, bald käme der grösste Lärm sowieso nur noch von Drohnen.

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