An den Septemberwochenenden kann man schweizweit Denkmäler erleben, ältere und jüngere. (Grafik: hereinspaziert.ch)

Hereinspaziert!

Im September finden schweizweit Denkmaltage statt. Ausserdem in der Presse: Cucinellis Cashmere-Imperium, die Verschuldung der Hauseigentümer, steigende Leerwohnungszahlen und der Umbau des Schloss Rapperswil.

«Verkannte Schönheiten», titelt die ‹Luzerner Zeitung› anlässlich der Tage des europäischen Denkmals, die auch in der ganzen Schweiz stattfinden. ‹Hereinspaziert› heissen sie schon länger, das Motto aber wechselt. Dieses mal heisst es ‹Ohne Grenzen› und so laden sich die verschiedenen Regionen verteilt über vier Wochenenden ein. Nicht nur Schlössli gibt es zu entdecken, sondern auch reichlich Nachkriegsarchitektur – die verkannten Schönen eben. Ausführlich spricht die Zeitung mit Fachleuten und greift beispielhaft drei Bauten aus den 1950er- und 1960er-Jahren heraus: den Schindler-Hauptsitz in Ebikon von Roland Rohn, das Schulhaus Grenzhof in Luzern-Littau von Gübelin und Hodel sowie das Alters- und Pflegeheim Grossfeld in Kriens von Walter Rüssli.

Weitere Meldungen:


– «Brunello Cucinellis Cashmere-Imperium ist sowohl ein wirtschaftlicher wie ein ethischer Erfolg», meint die ‹NZZ› und berichtet im Wirtschaftsteil über den Mann als Kunden, Pullover für 1'000 Euro und steigende Aktienkurse.

– Die Hauseigentümer sind rekordhoch verschuldet. Im Essay der Woche berichtet die ‹Weltwoche› über ein «Leben auf Pump» unter der Annahme, «dass die Immobilien ihren Wert behalten». Der Autor meint: «Doch Inflation und Zinssteigerung werden zur nächsten Krise führen.»

– «Wieso wird weiter gebaut?», fragt die ‹NZZ› angesichts rasant ansteigender Leerwohnungszahlen und antwortet: Weil Investoren «keine sinnvollen Anlagealternativen sehen». Der ‹Tages-Anzeiger› prognostiziert «mehr Marktmacht für die Mieter» – was freilich nicht in den Zentren gilt.

– «Rien ne va plus», kommentiert die ‹Weltwoche› über Mario Bottas Kasino in Campione d'Italia. Nach der Pleite könnte darin «ein Luxushotel oder ein Altersheim» entstehen.

– Für 16 Millionen werden Park Architekten, Ursprung und Raumfalter das Schloss Rapperswil umbauen. Die ‹Südostschweiz› berichtet über einen grossen Lichtschacht als «Gletscherspalte» und Sandsteine aus Bollingen.

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