Die globale Saatgutbank auf der Arktisinsel Spitzbergen des Osloer Architekturbüro Snoehetta. Fotos: snohetta.com

«Haben sich die Planer von der Klimaerwärmung kalt erwischen lassen?»

Beim Bau der globalen Saatgutbank auf Spitzbergen sei gepfuscht worden, berichtet die «NZZ»: Ausserdem in der Presse: Bern beschleunigt den Campus Biel und Thurgau lockert das Baugesetz.

Die globale Saatgutbank auf der Arktisinsel Spitzbergen sei ein Prestigeprojekt, schreibt die «NZZ». Umso mehr erstaune, dass bei ihrem Bau gepfuscht wurde. Nicht beim vom Osloer Architekturbüro Snoehetta entworfenen Eingang, dem für die öffentliche Wahrnehmung bestimmten Schaustück. Doch gleich dahinter im Tunnel, der zu den Kavernen führt, wo das Saatgut aufbewahrt wird und wo potenziell sowohl Menschen als auch Samenproben in Gefahr gewesen seien. «Denn schon im ersten Jahr nach der Fertigstellung zeigte sich, dass der Boden über dem Tunnel, der für den Bau entfernt und dann wieder zurückgeschüttet worden war, nicht mehr festgefroren war und deshalb Schmelzwasser eindringen konnte», schreibt die «NZZ». Hinter dem Problem hätten fatale Fehlannahmen und bautechnische Nachlässigkeiten gelegen. Die im Herbst 2019 abgeschlossene Generalsanierung – zehn Jahre nach ihrer Fertigstellung der «für die Ewigkeit» gebauten Anlage –  kostete mit umgerechnet rund 20 Millionen Franken etwa viermal so teuer wie der Bau in seiner ersten Version.

Weitere Meldungen:

– «Ein Dorf mausert sich zum Stadtteil»: Ostermundigen wird urbaner, die Mentalität der Bevölkerung hat sich verändert, schreibt der «Bund». Das zeige auch die neue Ortsplanung der Gemeinde.

– Estrada Reichen Architekten, Studio Lukas Raeber und Usus Landschaftsarchitektur haben mit dem Projekt «Max & Moritz» den Projektwettbewerb für die Erweiterung der Schulanlage Kappeli in Buchs (SG) gewonnen. Das «St. Galler Tagblatt» berichtet.

– «Berner Regierung beschleunigt Campus-Neubau in Biel»: Wegen zeitlicher Dringlichkeit soll das Bewilligungsverfahren für den neuen Fachhochschul-Campus beschleunigt behandelt werden, berichtet der «Bund».

– Lockerung des Planungs- und Baugesetzes: Das Thurgauer Parlament befürwortet die «Glühwein-Initiative». Das «St.Galler Tagblatt» berichtet. Temporäre Bauten sollen künftig für drei Monate ohne Bewilligung erstellt werden können. Das belebe die Städte und Dörfer.

– Bitten Stetter designt Objekte für kranke und sterbende Menschen. Durch die Corona-Krise ist ihr Thema aktueller denn je, schreibt die «NZZ». Im Zürcher Stadtspital Waid sind Entwürfe der Designerin im Praxistest.

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