Airolo im Frühjahr 1980, ein halbes Jahr vor der Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels. Fotos: Comet (ETH-Bibliothek, Bildarchiv)

Gotthardschutt für grüneres Airolo

Airolo will mit dem Ausbruchmaterial der zweiten Gotthardröhre die Autobahn am Dorf überdecken und begrünen. Ausserdem: Corona und Kultur, Flugplatz Payerne, Tempo 30 in der Nacht und Pop-up in Bern.

In Airolo beginnen bald die Vorbereitungsarbeiten für den Bau der zweiten Strassentunnelröhre durch den Gotthard. 2023 sollen die Tunnelbohrmaschinen auffahren, 2029 soll die zweite Röhre fertig sein, die vor vier Jahren nach langen Auseinandersetzungen bewilligt wurde.

Mit einem Teil des Ausbruchs will die Gemeinde Airolo die am Dorf vorbeiführende Autobahn auf einer Länge von 1000 Metern überdecken und begrünen. Damit sollen die beiden Talhälften wieder zusammenwachsen, die die A2 entzweigeschnitten hat. Dies sei mit dem heutigen Umweltbewusstsein nicht mehr tolerierbar, meint Sindaco Franco Pedrini in der ‹Neuen Zürcher Zeitung›. So sei die Idee entstanden, den Talgrund von Airolo «neu zu modellieren».


Weitere Meldungen:

– Im ‹Bund› und den anderen Tamedia-Zeitungen blickt Sandra Künzi von der Taskforce Culture nach vorne: Wie wird sich die Kulturszene mit und nach Corona verändern? «Das Schlimmste kommt erst noch», meint sie.

– Seit Ende Juli ist das neue Operationszentrum auf dem Flugplatz Payerne in Betrieb. ‹24heures› stellt die Anlage vor. Was die Zeitung nicht schreibt: Das Betriebsgebäude mit Kontrollturm stammt von den Architekten Oester Pfenninger Ulrich Weiz.

– Kompromisslösung oder Flickenteppich? Gestern montierte die Zürcher Polizeivorsteherin Karin Rykart das erste Verkehrsschild, das an der Höschgasse eine nächtliche Tempo-30-Zone signalisiert. ‹NZZ› und ‹Tages-Anzeiger› berichten.

– Mit einer Pop-up-Bar will der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause die Bundesterrasse ruhiger machen. Würde die Terrasse bewirtschaftet, wären die Betreiber für die Ordnung verantwortlich, so sein Kalkül. Doch die Anwohner wehren sich, und der Bund als Grundeigentümer winkt ab, schreibt die Zeitung ‹Der Bund›.

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