Gentrifizierung begehen und begreifen

Das Schauspielhaus Zürich beschäftigt sich während einer Woche intensiv mit dem Thema Stadtentwicklung, schreibt die «NZZ». Die begehbare Installation «Alles muss weg!» thematisiert den «urbanen Ausverkauf», die Verdrängungs- und Umschichtungsprozesse in Städten, wie sie etwa im Kreis 5 rund um den Schiffbau um sich greifen.

In einer Stadtlandschaft aus recyklierten Bühnenbildern nähern sich Künstler in unterschiedlichen Medien dem Thema an. «Es geht den Projektautoren darum, herauszufinden, wer da mit welchem Geld und welchen Absichten tätig werde», so die «NZZ». Für den Schriftsteller Lukas Bärfuss hätten solche Fragen aber auch mit Nostalgie zu tun: Der Humus des kulturellen Aufbruchs im Kreis 5 sei wohl aus einer zeitlich begrenzten Krise gewachsen, die nun vorbei sei.

«Berichte aus der Dichte»: Hochparterre wird das Eröffnungswochenende mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen bestreiten.

Weitere Meldungen:


– Sechs Architekturstudenten der ETH gewinnen einen Städtebauwettbewerb für eine Grossstadt in China. Ihr Konzept setzte sich gegen Teams aus zehn Top-Universitäten durch, schreibt der «Tages-Anzeiger».

– KKL-Dach rinnt: Wegen erheblichen Bau- und Materialmängel muss das gesamte Vordach des Kultur- und Kongresszentrums Luzern für 18 Millionen Franken erneuert werden, meldet der «Tages-Anzeiger».

– Die gläserne Welle in Wädenswil kommt doch: Nach langem Kampf der Anwohner wird das Dach beim Bahnhof bis Ende Jahr montiert, weiss die «NZZ».

– Die Berliner Architekten Hafnagel, Pütz und Rafaelian haben die Kunsthalle Bremen erweitert. «Zwei reduziert-sachliche Kuben flankieren den Altbau und beherrschen ihn zugleich», urteilt die «NZZ».

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