Das Quartier Grottes im Norden des Hauptbahnhofs Genf: Das Gebäude rechts müssten dem Ausbau weichen. Fotos: Werner Huber

Geleise statt Gebäude

Wegen der Erweiterung der Bahnhöfe in Lausanne und Genf sollen Wohnhäuser abgebrochen werden, schreibt die «NZZ».

Wegen der Erweiterung der Bahnhöfe in Lausanne und Genf sollen Wohnhäuser abgebrochen werden, schreibt die «NZZ». Die Auswirkungen für die Anwohner sind für Schweizer Verhältnisse einzigartig: «Noch nie mussten so viele Wohngebäude einem Infrastrukturprojekt der SBB weichen», so die Zeitung. In beiden Städten regt sich Widerstand. In Lausanne fanden die SBB und die Anwohner einen Kompromiss: Statt fünf Wohnhäuser werden nur drei abgebrochen, statt über hundert Wohnungen sind noch deren 53 betroffen. In Genf hingegen ist keine Einigung in Sicht. Dabei geht es vor allem um das Quartier Grottes im Norden des Bahnhofs. «Durch die Erweiterung um zwei Gleise müssten rund zehn Gebäude mit insgesamt 370 Wohnungen abgerissen werden», so die «NZZ». Die Gegner schlagen stattdessen einen Tiefbahnhof vor. Doch dieser ist den SBB zu teuer: Statt 790 Millionen Franken würde der unterirdische Ausbau 1.7 Milliarden kosten, rechnen sie vor. «Die Zahlen der SBB werden indes von den Anwohnern und selbst von der Stadt Genf in Zweifel gezogen», schreibt die «NZZ». Eine Studie der ETH Lausanne soll nun Klarheit bringen.

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– Der Berner Stadtrat lehnt das Projekt für eine neue Aula beim Länggass-Schulhaus ab, meldet «Der Bund». Der Neubau stiess auf Kritik, da ihm ein Spielplatz hätte weichen müssen.

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