Führungsmängel beim Hochbauamt

Beim kantonalen Zürcher Hochbauamt läuft es nicht rund. «Der externe Berater Andreas Werren stiess auf Missstände, als er eine Abteilung durchleuchtete», berichtet der «Tages-Anzeiger». Er stellt Führungsmängel, zu wenig Kontrolle und ein schlechtes Arbeitsklima fest.

Werren untersuchte das Amt, nachdem dort 2009 ein Mitarbeiter fristlos entlassen wurde. Die Baudirektion warf ihm vor, sich selber Aufträge zuzuschanzen. «Anderthalb Jahre lang wehrte sich die Baudirektion von Markus Kägi dagegen, dass Werrens Kritik publik wird», schreibt die Zeitung. Sie befürchtete einen Imageschaden fürs Amt. «Doch die Regierung pfiff ihren SVP-Kollegen zurück und gab das Gutachten frei.» Mittlerweile hat das Hochbauamt auch Massnahmen umgesetzt, um die Probleme in der Führung zu beheben.

Weitere Meldungen:


– Die «NZZ» berichtet über die Tagung der Vereinigung für Landesplanung, an der Rezepte für die bauliche Dichte gesucht wurden. Metron stellte einen «Werkzeugkasten» vor, der helfen soll, eine Balance zwischen Dichte und Qualität zu erreichen.

– Die «NZZ» bespricht eine Ausstellung im Schweizerischen Architekturmuseum Basel über Architektur und Städtebau in Israel. Die vielschichtige Schau zeige, wie im jungen Staat die Prinzipien der Moderne konsequent angewandt wurden.

– Die «24 heures» stellt ein Städtebaukonzept à la Manhattan für das Quartier «Praille» in Genf vor. Der Bau von dreissig Hochhäusern spalte die Bevölkerung schon heute, so die Zeitung.

– Eine Initiative verlangt einen höheren Anteil an gemeinnützigen Wohnungen in der Stadt Zürich. 2050 soll jede Dritte Mietwohnungen günstig sein, schreibt der «Tages-Anzeiger». Ende November stimmt die Stadt ab.

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