Bauen mit System: Fritz Haller konzentrierte sich in den sechziger Jahren auf den Systembau. Fotos: blm.ieb.kit.edu

Fritz Haller ist tot

Der Architekt Fritz Haller ist im Alter von 88 Jahren gestorben. «Mit ihm verlässt uns nicht nur ein konsequenter Denker, sondern auch ein grossartiger Visionär», schreibt die «NZZ».

Haller habe nach einer weitgehenden Entindividualisierung der architektonischen Sprache gestrebt. Zwischen 1963 und 1980 führt er die drei industriellen Montagesysteme Maxi, Mini und Midi ein. «Seither werden diese international nicht nur im Industrie-, sondern auch im Schulhaus- und in vereinzelten Fällen sogar im Wohnungsbau verwendet», so die Zeitung. Als Nebenprodukt entwickelte der Architekt mit der Stahlbaufirma USM das elegante Möbelsystem aus Stahlrohren, das laut der «NZZ» in den Wohnungen von Designliebhabern ebenso wenig fehlen darf wie die legendäre Liege von Le Corbusier. Wie letzterer dachte auch Haller im ganz grossen Massstab: Ende der 1960er-Jahre kreierte er ein Stadtmodell, «das in seiner Kühnheit durchaus mit dem Plan einer ‹Stadt für 3 Millionen Einwohner› von Le Corbusier verglichen werden kann».

Weitere Meldungen:


– Die Debatte um den Eigenmietwert ist neu entbrannt, schreibt der «Tages-Anzeiger». Vielleicht folgt im Frühjahr gar die nächste Initiative.

– «Sulzer kehrt ins Sulzer-Hochhaus zurück», titelt der «Tages-Anzeiger». Ab Frühling 2013 mietet der Konzern die obersten 14 Stockwerke des Winterthurer Wahrzeichens, das seit Jahren leer steht.

– Der Bund asphaltiert und baut unzählige Feldwege aus – mit Subventionen aus dem Landwirtschaftstopf. «Das riesige Nebenstrassennetz hat einen hohen Preis», meint die «Wochenzeitung».

– In Basel sind für Solaranlagen künftig keine Bewilligungen mehr nötig, meldet die «Basler Zeitung». Einige Gestaltungskriterien sind dennoch zu beachten.

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