Expo 02: Die künstliche Wolke «Blur» war begehbar - im realen Raum. (Bild zhaw.ch)

Findet die nächste Expo im virtuellen Raum statt?

In der Ostschweiz wird zurzeit der Grundstein für eine Expo im Jahr 2027 gelegt. «Welche Rolle werden dannzumal die digitalen Medien spielen», blickt die «NZZ» fragend voraus.

Wie sich das Konzept Landesausstellung ins digitale Zeitalter überführen lässt, darüber gehen die Meinungen auseinander. «Die nächste Expo wird hauptsächlich im virtuellen Raum stattfinden», ist der Architekt und Installationskünstler Alexandre Hurzeler überzeugt. Die Expo 27 müsse man sich als interaktive DVD vorstellen. Ganz anders sieht dies Gerfried Stocker, künsterischer Leiter der Ars Electronica in Linz: «Das Konzept Ausstellungsgelände mit Pavillon ist in seiner Faktizität unschlagbar.» Sibylle Lichtensteiger, künstlerische Leiterin des Stapferhauses in Lenzburg, geht gar davon aus, dass die Bedeutung des Physischen noch zunehmen könnte: «Das gemeinsame Erlebnis im Raum wird 2027 genauso wichtig, wenn nicht wichtiger sein als heute.»

- Wie Ausstellungsgestalter heute arbeiten, erfahren Sie in der Novemberausgabe von Hochparterre.

Weitere Meldungen:

- Die Windstrom-Branche verhandelt mit dem Bund über die Mindestabstände zwischen Windturbinen und Wohnhäusern. Grund dafür ist der Lärm, schreibt die «NZZ».

- Auch der «Corriere del Ticino» berichtet über Windkraft: 2010 wurden in der Schweiz circa 74 Millionen Kilowattstunden Elektrizität durch Windkraftwerke erzeugt, was den Bedarf der Städte Delsberg und Neuenburg deckt. Die Produktionskapazität wurde gleichzeitig um 150 Prozent auf 42 Megawatt gesteigert.

- Der Milliardär Kristian Siem investiert Millionen in Les Diablerets im Kanton Waadt. «Für Behörden und Touristiker ist der Norweger ein Glücksfall, er hat aber auch Gegner», meint der «Tages-Anzeiger».

- In ihrem neuen Aktionsplan wehrt sich die «Commission internationale de protection des eaux du Léman» gegen die Zubetonierung der Uferzonen des Genfersees. Nur gerade drei Prozent des Seeufers sind heute noch naturbelassen, schreibt die «24 heures».

- Nach ihrem fünfwöchigen Début wird die Weihnachtsbeleuchtung «Lucy» in Zürich abgehängt. Die «NZZ» berichtet über Zustimmung und Kritik am neuen Sternen-Baldachin.

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