Die Schulleitung der ETH prüft derzeit die Vorwürfe, die gegen den Architekturprofessor erhoben wurden. Fotos: ETH Zürich / Gian Marco Castelberg

ETH ermittelt gegen Architekturprofessor

Ein Architekturprofessor an der ETH Zürich wird beschuldigt, Studentinnen sexuell belästigt zu haben. Seit letzter Woche prüft die Schulleitung die Vorwürfe.


Ein Architekturprofessor an der ETH wird beschuldigt, Studentinnen sexuell belästigt zu haben. Das geht aus einer Recherche von Tsüri.ch hervor, über die auch «20 Minuten» berichtet. In einem Fall soll der Professor auf Facebook mit einer Studentin gechattet und ihr ein Oben-Ohne-Bild von sich selbst geschickt haben. Der Fall zeigt laut Tsüri.ch, «wie er seine Position als Professor ausgenutzt hat, um eine sexuelle Avance zu lancieren». Im Internet kursiert eine Liste mit dem Titel «Shitty Architecture Men», die Vorwürfe von Mobbing, sexueller Belästigung und Diskriminierung in der Architekturszene sammelt. «Darin ist auch besagter ETH-Professor sehr prominent vertreten», schreibt das Newsportal. «Die Anschuldigungen reichen von aggressiven Avancen, diskriminierenden Bemerkungen während Semesterkritiken bis hin zu physischen Übergriffen.» Seit einiger Zeit sammelt die Abteilung für Chancengleichheit von Frau und Mann der ETH weitere Fälle des Professors. Ende letzter Woche hat sie die Schulleitung informiert, die die Vorwürfe prüft, wie die Hochschule gegenüber Tsüri.ch bestätigt. Zum laufenden Verfahren äussert sich die ETH nicht. Verifizieren lassen sich die Anschuldigungen noch nicht. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Weitere Meldungen:

– Eine Allianz aus Architekten, Ingenieuren und dem Bündner Heimatschutz warnt davor, dass mit der geplanten Sanierung Konvikts in Chur ein Baudenkmal zerstört werde. Die «Südostschweiz» berichtet.

– Das neue Veloverleihsystem der Stadt Bern ist seit gestern offiziell in Betrieb. «Wegen Einsprachen gegen Velostationen sind jedoch noch einige Quartiere unterversorgt», schreibt der «Bund».

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