«Es braucht einen Stopp fürs Bauen auf der grünen Wiese»

Der «Bund» sammelt in Bern Stimmen zum neuen Raumplanungsgesetz und spricht mit dem Landschaftsschützer Hans Weiss. Für diesen ist klar: «Es geschieht genau das Gegenteil von den Grundsätzen, die im revidierten Raumplanungsgesetz festgelegt wurden.»

Der «Bund» sammelt in Bern Stimmen zum neuen Raumplanungsgesetz. Weil dieses 2014 in Kraft treten soll, drängen die Gemeinden bei raumplanerischen Projekten zur Eile. Das sorgt für Kritik. «Hier und dort noch einzuzonen, ergibt eine fatale Summenwirkung», sagt Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Noch deutlichere Worte findet der Landschaftsschützer Hans Weiss im Interview mit dem «Bund». «Es geschieht genau das Gegenteil von den Grundsätzen, die im revidierten Raumplanungsgesetz festgelegt wurden.» Auch an die Kampagne «Boden gutmachen» der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, die das zentrumsnahe Verdichten fördern will, glaub Weiss nicht. Er bezeichnet sie als «Schreibtischkonzept» und fordert einen Stopp fürs Bauen auf der grünen Wiese. «Man kann im Bildungswesen einen Lehrplan 21 schaffen, der national wegweisend ist. Warum gelingt es nicht in der Raumplanung, übergeordnete Interessen verbindlich festzulegen?»

«Boden gutmachen – Wachstum, Bautätigkeit und Entwicklung in der Region Bern-Mittelland»: Ausstellung im Kornhausforum, Bern, bis 25. Januar 2014.

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