Die Hardau-Hochhäuser in Zürich Fotos: Wikimedia Commons

«Ein zweites Manhattan kann niemand wolllen.»

Die Schweizer Bevölkerung wächst. Würde mehr in die Höhe gebaut, könnte kostbares Land gespart werden, schreibt die «Basler Zeitung». Doch Hochhausstädte sind nicht nötig, sagt ETH-Städte- bauhistoriker Vittorio Magnago Lampugnani.

Die Schweizer Bevölkerung wächst. Würde mehr in die Höhe gebaut, könnte kostbares Land gespart werden, schreibt die «Basler Zeitung». Doch Hochhausstädte, um die Einwanderer unterzubringen, sind nicht nötig, sagt ETH-Städtebauhistoriker Vittorio Magnago Lampugnani im Interview mit der Zeitung. «In der Schweiz, wo die Städte eine sehr schöne Tradition der moderaten Verdichtung haben, sind Hochhäuser im grossen Stil kaum eine angemessene Strategie.» Lampugnani will stattdessen brachliegende Areale nutzen und die suburbanen Agglomerationen zu «echten Städten» verdichten. Ohnehin liessen sich in Hochhausstädten nicht unbedingt mehr Menschen unterbringen: «Das ginge nur mit einem zweiten Manhattan mit dunklen Strassenschluchten – und das kann niemand wollen.»

Weitere Meldungen:

– Kurz vor der Abstimmung über das AKW Mühleberg publiziert die Universität Bern eine brisante Studie. Demnach sind die Preise für Häuser in der Nähe der Kernkraftwerke Leibstadt, Gösgen, Beznau und Mühleberg 5 bis 10 Prozent tiefer im Vergleich mit identischen Objekten 20 Kilometer entfernt. Der «Tages-Anzeiger» und die «Weltwoche» berichten.

– Die frühere Brauerei auf dem Löwenbräu-Areal in Zürich soll ein Kunstzentrum bleiben. Der Gemeinderat bewilligt 9 Millionen Franken für die Beteiligung am Projekt, meldet der «Tages-Anzeiger».

– Stadt und Kanton Zürich subventionieren die Hausbesitzer, um möglichst viele Gebäude energetisch zu sanieren. Der Erfolg ist aber bescheiden, findet der «Tages-Anzeiger» und zeigt mit Wärmebildaufnahmen, wo am meisten Energie verloren geht.

– In einem dreistufigen Wettbewerb soll das Projekt für den Neubau des Kinderspitals Zürich Lengg ausgewählt werden. Mitte 2012 soll die Jury den Entscheid fällen – ein Jahr später als geplant, schreibt die «NZZ».

– Das Restaurant Rhyschänzli hat den Zuschlag für den Betrieb einer Buvette am Kleinbasler Rheinufer erhalten. Das Siegerprojekt stammt von Christ & Gantenbein Architekten, berichtet die «Basler Zeitung».

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