Den Nachbarn zu frivol: Projekt Winkelwiese 10. Fotos: PD

Ein Fall für das Bundesgericht

Der geplante Neubau der Villa Winkelwiese passt nach Ansicht des Heimatschutzes nicht in die Zürcher Altstadt. Das Baurekursgericht wies die Beschwerden ab. Nun zieht der Heimatschutz den Fall ans Bundesgericht weiter.

Der geplante Neubau der Villa Winkelwiese passt nach Ansicht des Heimatschutzes nicht in die Zürcher Altstadt. Das Baurekursgericht wies die Beschwerden im Oktober 2012 ab, was vom Verwaltungsgericht Ende Mai gestützt wurde. Letzte Woche zog der Heimatschutz den Fall ans Bundesgericht weiter, woraufhin gestern das kantonale Baurekursgericht seinen Entscheid nachträglich veröffentlicht hat, schreibt der «Tages-Anzeiger». Die Villa mit ihren fünf Geschossen, der das Haus des ehemaligen Stadtpräsidenten Emil Landolt weichen muss, sei viel zu gross und ordne sich mit ihrer unruhigen, gar frivolen Fassade nicht in die Umgebung ein. Die Rekurrenten berufen sich auf die städtische Bau- und Zonenordnung, die in der Kernzone Altstadt verlangt, dass sich Neubauten an der bestehenden Bebauung orientieren. Markanter könnte der Gegensatz der geplanten Villa zur Villa Tobler an der Winkelwiese 4 und den anderen zwei direkten Nachbarn kaum sein, räumt das Baurekursgericht ein, die Gestaltung sei gewiss nicht sonderlich ruhig. Doch bedeute das noch keinen Verstoss gegen die Bauvorschriften. Denn die gute Gesamtwirkung, die verlangt wird, laufe nicht auf eine baustilistische Angleichung hinaus.

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– 100 Millionen für die Bildung: Roche baut in Kaiseraugst ein neues Zentrum für Aus- und Weiterbildung, berichtet die «BaZ».

– Guerilla-Werbung und Inserate mit irreführenden Zahlen – der Abstimmungskampf um das Stadion Zürich auf dem Hardturmareal nehme Fahrt auf, schreibt die «NZZ».

– Der auf dem Areal der Zürcher Höhenklinik Davos geplante Anbau kann realisiert werden, berichtet «Die Südostschweiz».

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