Gelobt für Akustik und Architektur: der Saal der Tonhalle auf dem Zürcher Maag-Areal. Fotos: Tonhalle Orchester Zürich, Hannes Henz

Die Zukunft der Tonhalle Maag ist nicht gesichert

Im Frühjahr schien es fast sicher, das der hochgelobte Konzertsaal der Zürcher Tonhalle auf dem Maag-Areal erhalten bleibt. Doch konkrete Angebote fehlen, und so prüft die Eigentümerin SPS alle Varianten.

Der provisorische hölzerne Konzertsaal der Zürcher Tonhalle auf dem Maag-Areal wird für Akustik und Architektur gelobt. Im Frühjahr schien es fast sicher, dass das Werk von Spillmann Echsle Architekten über die Dauer des Provisoriums hinaus erhalten bleibt. An der gestrigen Halbjahres-Medienkonferenz relativierte der Immobilienkonzern Swiss Prime Site (SPS) als Eigentümerin: Die Zukunft des Saals sei «völlig offen» zitiert der «Tages-Anzeiger» SPS-Immobilienchef Peter Lehmann (Artikel online nicht verfügbar). Die SPS wolle zwar weiterhin eine kulturelle Nutzung auf dem Areal, aber beispielsweise für Musicals wäre die Halle in der heutigen Form ungeeignet.

An Absichtserklärungen, die Halle auch über 2021 hinaus als Konzertsaal zu nutzen, fehle es laut SPS zwar nicht, aber bislang gebe es noch keinen ernsthaften Interessenten. Eine weitere Möglichkeit ist noch offen: die Nutzung des Saals als provisorisches Rathaus für Kanton und Stadt Zürich, wenn das historische Rathaus ab 2023 umgebaut wird. Die Tonhalle Maag ist einer der Standorte, die der Kanton zurzeit überprüft.

Weitere Meldungen:

– Mit der Verdichtung der Städte verschwinden immer mehr Familiengärten. Manchmal findet sich Ersatz, aber nicht immer. Darum suchen die Berner Stadtbehörden kreativere Lösungen, beispielsweise die Nutzung von Flächen im Wohnumfeld. Darüber berichtet heute «Der Bund».

– Auf der Zürcher- und der Technikumstrasse verkürzt die Stadt Winterthur die Grünphasen, schreibt «Der Landbote». Fussgängerinnen und Velofahrer müssen sich nicht mehr wie bis anhin die Beine in den Bauch stehen. Auf die Kapazität der Strassen soll das keine Auswirkungen haben.

– Die Rückhalte gehört zu den grössten Baulandreserven in St. Gallen. Nach der Eröffnung des Tunnels und dem Wegfall der Zahnradstrecke der Appenzeller Bahnen gibt es Platz für Wohnraum für bis zu 600 Personen, berichtet das «St. Galler Tagblatt». Die Umzonung ist im Gang. Bis die Baumaschinen auffahren, wird es noch etwas dauern. An der Unteren Ruckhalde hingegen geht es vorwärts mit zwei Neubauten.

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