Das Fussballstadion für 18 000 Zuschauer, zwei Hochhäuser mit 600 Wohnungen und eine Genossenschaftssiedlung mit 175 Wohnungen. Fotos: nightnurse images

Die vierte Zürcher Stadionabstimmung

Die Gegner des Fussballstadions planen ein Referendum gegen den Gestaltungsplan für die Überbauung des Hardturm-Areals. «Tages-Anzeiger» und «NZZ» berichten.

Die IG Freiräume Zürich-West – «eine Gruppe von Anwohnern, Brachenfans und Grünen» – will das Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal verhindern. Sie kündet ein Referendum gegen den Gestaltungsplan an. Die «NZZ» zitiert die IG: «Wir fordern eine sozialere und ökologischere Planung.» Das geplante Bauprojekt Ensemble möge den Investoren und dem Profifussball gefallen, doch die Konsequenzen für die Wohnbevölkerung würden schwerer wiegen. Unter dem Titel «Die Absurdität der Demokratie» kommentiert der «Tages-Anzeiger», dass die Demokratie missbraucht werden, um die eigenen Interessen durchzusetzen. «Beim Trotzen die lächerlich kleine Hürde von 2000 Unterschriften, um eine neuerliche Abstimmung zu erzwingen.» Dabei gehöre zum politischen Verständnis von Demokratie nicht zuletzt eines doch auch: «die Meinung der Mehrheit zu akzeptieren und damit die Niederlage.» In einer ersten Abstimmung hat die Zürcher Stimmbevölkerung das Projekt mit 54 Prozent angenommen.

Weitere Meldungen:

– Der Carparkplatz bleibt, was er ist – «ein Schandfleck», schreibt die «NZZ» und bringt eine Reportage über den Reisebetrieb und zeigt, dass dieser Ort  mehrmals ein Brennpunkt der Zürcher Stadtgeschichte war.

– Die Initiative «Basel baut Zukunft» will, dass 50 Prozent der in Zukunft überbauten Fläche dem gemeinnützigen Wohnungsbau zukommen soll, zum Beispiel bei der laufenden Transformation des Klybeck-Areals. Die «Basler Zeitung» berichtet.

– Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert, kriegt künftig weniger Unterstützung vom Kanton Bern. Der Heimatschutz spricht von einem «schlechten Zeichen». Der «Bund» berichtet.

– Nachdem das Parlament das Projekt abgelehnt hat, wird die Waadtländer Gemeinde Orbe über die Umgestaltung des Ortszentrums abstimmen. «24heures» berichtet.

– «Villa kann verschoben werden»: Die Bündner Regierung hat das Projekt der Nova Fundaziun Origen zur Verschiebung der Weissen Villa in Mulegns (GR) genehmigt. Die «Südostschweiz» berichtet.

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen