Das Land der Gebirgsflüsse und des Gefahrenschutzes. Fotos: Swisstopo

«Die Schweiz ist mit nachhaltiger Raumplanung weiter»

Raumplanung und Gefahrenkarten: Die ‹NZZ› vergleicht Deutschland mit der Schweiz. Ausserdem: Feng-Shui in der Architektur, Zürcher Baudirektor zur Klimakrise und Grossprojekte in Suhr.

Als Land der Gebirgsflüsse hat die Schweiz eine lange Tradition im Umgang mit Risiken. Die «NZZ» berichtet. Hier teilen Gefahrenkarten das Siedlungsgebiet in vier Stufen ein: erhebliche, mittlere, geringe und Rest-Gefährdung. Die Hochwasser der letzten Wochen betrafen in der Schweiz denn auch praktisch ausschliesslich bekannte Gefahrenzonen. Das deutsche Umweltministerium in Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen 25 Jahren rund 1,2 Milliarden Euro in den technischen Hochwasserschutz investiert. Und trotzdem konnte die Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz nicht verhindert werden. Alle Flächen, die jetzt von der Hochwasserkatastrophe betroffen seien, hätten in den Gefahrenkarten als sicher gegolten, erklärt Stefan Greiving, Leiter des Instituts für Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund: «Wenn bisherige Berechnungen keine verlässlichen Voraussagen mehr liefern, sei präventives Handeln schwer.» Das gelte umso mehr, wenn Baugenehmigungen auch nach Schäden nur für die ursprünglich genehmigte Fläche gelten, sagt Greiving. «Wer weniger nah am Wasser sein Haus wiederaufbauen will, verliert seine Versicherung und benötigt eine neue Baugenehmigung.» Genau das müsste aus Sicht des Raumplaners aber jetzt passieren.

Weitere Meldungen:

– «Elementbau ohne Schrauben oder Nägel»: Die Architektin Monika Mutti arbeitet seit den 90er-Jahren nach Feng-Shui-Prinzipien. Das «Tagblatt» berichtet.

– «Der grüne Zürcher Baudirektor Martin Neukom möchte zeigen, wie der Kanton den CO-Ausstoss auf null senkt. «Aber das politische Klima passe nicht», schreibt der «Tages-Anzeiger».

– «Grossprojekte in Suhr»: Implenia realisiert in Suhr ein weiteres Grossprojekt. Geplant sind vier Gebäude mit 73 Wohnungen. Das «Badener Tagblatt» berichtet.

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