Um den Bedarf an zusätzlichem CO2-freiem Strom zu decken, wären zum Beispiel 48m2 Solarpaneele oder anders gesagt das Dreifache der in der Schweiz verfügbaren Dachfläche nötig.

Die Erneuerbaren ausbauen

Der Pressemontag bietet viel Hintergrund zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Eine grosse Studie von Empa und ETH, Projekte in Bern und Lausanne sowie Biodiversität unter Hochspannungsleitungen sind Themen.

Wie viel kostet es, die Schweiz komplett mit CO2-freier Energie zu versorgen? Die NZZ berichtet von einer spannenden Studie von Empa und ETH Lausanne, die einen leer schlucken lässt. Denn bis 2050 müssten nicht nur die erneuerbaren Energieträger stark ausgebaut werden, sondern auch die Infrastruktur, um sie zu speichern. Das sei zwar technisch und ökonomisch machbar, wirke sich aber erheblich auf die Umwelt aus, bilanziert die Studie. Ein Beispiel: Den zusätzlichen Bedarf an CO2-freiem Strom müsste vor allem Photovoltaik decken. Dazu wäre eine Paneelfläche von 48 Quadratmetern pro Kopf nötig, und «das entspricht dreimal der verfügbaren Dachfläche der Schweiz oder 13 Prozent des gesamten Siedlungsraumes». Die Speicherung nach Sonnenuntergang und für den Winter würde 26 Autobatterien pro Kopf sowie 13 Pumpspeicherkraftwerke von der Grösse des Kraftwerks Grand Dixence verlangen –  gigantische Zahlen. Den Strom dagegen in Form flüssiger Energieträger wie Wasserstoff oder synthetische Treibstoffe zu speichern, würde beim Wasserstoff das 25-fache Volumen des Gotthard-Basistunnels erfordern. Die Energie würde dadurch 1,5 bis 3 Mal teurer.  Fazit: Für ein Land nördlich der Alpen sei die autarke Versorgung mit erneuerbaren Energien nicht sinnvoll, sagt  Forscher Andreas Züttel. Ökonomisch sei es sehr viel sinnvoller, synthetische Treibstoffe in der Sahara oder in Australien herzustellen und diese dann zu verschiffen. Laut Züttel würden ein Achtel der Fläche Australiens genügen, um die gesamte Welt mit CO2-neutralen synthetischen Energieträgern zu versorgen. Sein Fazit lautet deshalb: «Erneuerbare Energien benötigen einen globalen Plan und globalen Handel.» Weitere Meldungen zum selben Thema: – Vorerst werden die Erneuerbaren aber landauf, landab gefördert. «Darlehen statt Subventionen», titelt der Bund im Ressort Wirtschaft. Die Stadt Bern ...
Die Erneuerbaren ausbauen

Der Pressemontag bietet viel Hintergrund zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Eine grosse Studie von Empa und ETH, Projekte in Bern und Lausanne sowie Biodiversität unter Hochspannungsleitungen sind Themen.

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