Die Berliner Philharmonie von Hans Scharoun gilt als Meisterwerk. Fotos: Unify via Wikimedia

Der Saal als Landschaft

Heute vor 50 Jahren wurde Hans Scharouns Berliner Philharmonie eröffnet. Die «NZZ» feiert den Bau, der bis heute Massstäbe für Konzerthäuser in aller Welt setze.

Der Architekt schrieb an der Eröffnung am 15. Oktober 1963: «Die Gestaltgebung folgt dem Bild einer Landschaft. Der Saal ist wie ein Tal gedacht, auf dessen Sohle sich das Orchester befindet, umringt von den aufsteigenden ‹Weinbergen›.» Auf die Landschaft der Sitzreihen antwortete Scharoun an der Decke des Hauses mit einer grossartigen «Himmelschaft». Diese sei jedoch inzwischen leider durch viele immer wieder neu hinzugekommene Lautsprecher und Scheinwerfer ihrer ursprünglichen Wirkung beraubt, so die «NZZ». Auch an anderer Stelle erfolgten Eingriffe in das künstlerische Raumgefüge. Es sei darum höchste Zeit, dass «der seit langem vorgesehene Denkmalpflegeplan für den angemessenen Umgang mit der Philharmonie endlich Wirklichkeit wird».

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