Campus Biel von Pool Architekten (Vorprojekt 2018).

«Der Nutzer ist der grössere Kostenverursacher als der Architekt»

Der «Bund» spricht mit dem Kostenplaner über die «Planungspleite» beim Campus Biel. Ausserdem in der Presse: der Baloise-Park und «hochspekulative» Liegenschaftenpreise des Bundes.

Es brauche für Grossprojekte wie den Campus Biel der Berner Fachhochschule «einen Gesamtprojektleiter, der die Bremse zieht», meint der Kostenplaner Bruno Wegmüller im Interview mit dem «Bund»: «Wenn man den Nutzer im Griff hat, hat man viel erreicht. Denn der Nutzer ist der grössere Kostenverursacher als der Architekt. Der Architekt weiss genau, wie viel die Fassade kostet, die er möchte.» Vielfach würden in frühen Phasen zu ehrgeizige Kostenziele gesteckt. Beim Campus Biel beliefen sich die ersten internen Schätzungen des Generalplaners auf 305 Millionen Franken inklusive Reserven. Durch Optimierungen und Verzichtsplanungen sei das Kostenziel auf 240 Millionen Franken festgelegt und auch so kommuniziert worden. «Dann sind die Bedürfnisse gestiegen: Holzbau, Goldlabel für Energie-Effizienz. Aber die 240 Millionen Franken blieben unverändert. In der Politik scheut man sich oft davor, mit realistischen Kosteneinschätzungen zu operieren, weil sie politisch kaum vermittelbar sind», erklärt Wegmüller im «Bund».

Weitere Meldungen:

– Gemeinden können kaum mehr Liegenschaften vom Bund kaufen, weil dieser die Angebote hochtreiben lässt. Das Parlament opponiert gegen diese «hochspekulativen Preise», schreibt der «Tages-Anzeiger».

– Der «Baloise-Park» in Basel hat wegen Problemen bei Materiallieferungen und personellen Kapazitätsengpässen mehrere Monate Verspätung. Die «Basler Zeitung» berichtet.

– Die neue Brücke, die in Chur vom Obertor zum Welschdörfli führen wird, nimmt langsam Gestalt an. Die «Südostschweiz» berichtet.

– «Blockade bei Projekten in Savognin»: Das geplante Ferienresorts der Brigelser Resalpina GmbH und das Mövenpick-Hotels der Panorama Development AG verzögern sich, schreibt die «Südostschweiz».

– Die Einwohner im explosionsgefährdeten Dorf Mitholz im Kandertal sehen ihre Zukunft sehr unterschiedlich, schreibt der «Bund» über die Mitwirkung zum Räumungsprojekt.

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