Der Bluff mit der Bahnhofstrasse

Ein prominenter Immobilienexperte heizt mit zweifelhaften Zahlen an der teuersten Meile der Schweiz die Preise an. Swatch-Group-Chef Nick Hayek habe mit dem Gucci-Träger und Ferrari-Fahrer unliebsame Erfahrung gemacht, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Ein prominenter Immobilienexperte heizt mit zweifelhaften Zahlen an der teuersten Meile der Schweiz die Preise an. Swatch-Group-Chef Nick Hayek habe mit dem Gucci-Träger und Ferrari-Fahrer unliebsame Erfahrung gemacht, schreibt der «Tages-Anzeiger». Marc-Christian Riebe, 39-jährig, aufgewachsen in Konstanz, hat es als Chef der Ladenflächen-Vermittlung Location Group zu nationaler Bekanntheit gebracht. Als er 2005 in Zürich ins Geschäft einstieg, wusste niemand, wer er war. Heute ist er der meistzitierte Bahnhofstrassen-Experte. Er erklärt in der «Tagesschau», weshalb sich an der Luxusmeile die Uhrenboutiquen vermehren. Auf TSR 1 prognostiziert er, dass Manor bis 2015 wegen der steigenden Preise seine Filiale an der teuersten Schweizer Strasse verlieren könnte. Die NZZ publiziert Zahlen aus seiner «Retail Market Study». Auch der TA zitiert ihn. Nun aber: Alles Bluff. «Der Mann arbeitet nicht mit seriösen Methoden», sagt Nick Hayek. «Sein Ziel ist es, die Mietpreise am Zürcher Markt künstlich hochzutreiben, auch mit falschen Behauptungen. Der Grund: Er verdient an den Provisionen – und die steigen, wenn die Preise steigen.»

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– Basel will sich als Kongress-Stadt etablieren und plant breit abgestützt, berichtet die «BaZ».

– Die Bündner Holzbranche blickt nach Italien, schreibt die «NZZ». Geplant ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die neue Märkte eröffnen soll.

– Weshalb eine Stadt, die mehr günstigen Wohnraum will, nicht mehr billig bauen darf, erklärt der Architekturhistoriker Christoph Schläppi im «Bund».

– Ein Kurator, ein Architekt und ein Künstler rekonstruieren in Venedig Szeemanns legendäre Schau «When Attitudes Become Form», berichtet die «NZZ».

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