Im Kampf gegen den Stau komme das Mobility-Pricing nicht vom Fleck. Fotos: Nabeel Syed on Unsplash

«Das Parlament setzt weiter auf Asphalt»

Im Kampf gegen den Stau komme das Mobility-Pricing nicht vom Fleck. Unveröffentlichte Daten des Bundes besagen aber, dass dieses Verkehrssystem bedeutend entlasten würde. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Mit dem Bevölkerungswachstum nehme auch die Nachfrage nach Mobilität überproportional zu: Bis 2040 werden gemäss Bund 20 Prozent der Schweizer Nationalstrassen regelmässig überlastet sein. Darauf reagierte der Nationalrat gestern mit einem milliardenschweren Strassenprogramm. Ungleich schwerer tue sich die Politik mit dem Mobility-Pricing. Dabei würden jene, die viel und auf beliebten Strecken zu attraktiven Zeiten fahren, mehr bezahlen, als jene, die in Randzeiten und auf Nebenrouten unterwegs sind. Das Programm habe politisch einen schweren Stand. Der Bundesrat beauftragte 2017 das Verkehrsdepartement, Mobility-Pricing am Beispiel der Region Zug mit Rechenmodellen zu testen. Inzwischen würden erste Resultate vorliegen. Demnach liessen sich die Verkehrsspitzen in der Stadt Zug und Umgebung um rund 10 Prozent brechen. Wie aussagekräftig die Berechnungen des Uvek sein werden, sei unklar, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Weitere Meldungen:

– Die Ausbaupläne für die St.Galler Stadtautobahn zeigen die verkehrspolitischen Gräben zwischen bürgerlichen und rot-grünen Parteien deutlich auf. Das «Tagblatt» berichtet.

– In letzter Minute soll eine Initiative die Burgernziel-Überbauung stoppen. Die Initianten werfen dem Gemeinderat vor, in der Abstimmungsbotschaft gelogen zu haben. «Der Bund» informiert.

– Die Baugenossenschaft Zurlinden kann in Zürich erneut mehrere Liegenschaften kaufen. Das liegt auch an ihrem ungewöhnlichen Profil, schreibt der «Tages-Anzeiger».

– Das Bauhaus gilt seit Mitte des letzten Jahrhunderts als Synonym für eine moderne Lebenskultur. Seinen Aufbruchsgeist könnten wir heute gut gebrauchen, schreibt «NZZ Bellvue».

 

Kommentare

Andreas Konrad 16.03.2019 20:04
« Mobility Pricing » - der Schwachsinn kennt kein Ende . Eine Idee , entsprungen von lebensfernen Milizpolitikern und untervorderten Verwaltungsbeamten . Es wird dummerweise vergessen , dass dabei reiche Autofahrer bevorzugt und der Verkehr in die Nebenstrassen , die man eben von jenem fernhalten will , verlagert würde . Sprich : Eine versteckte , äusserst unsoziale Abgabe für den Mittelstand , den man mit horrenden Mieten in die Agglomeration verbannt hat und der jetzt dafür büssen soll . Eine Kopfsteuer , ein Strassenzoll , man wähnt sich im finstersten Mittelalter . In den Müll damit .
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