So knallig fotografiert nicht die NZZ die Zürcher Kunsthauserweiterung von David Chipperfield, sondern Tom Huber für Hochparterres Themenheft.

Das Kunsthaus in allen Blättern

Die ‹NZZ› feiert die Erweiterung des Zürcher Kunsthauses ausgiebig. Ausserdem in der Presse: die Münchner Isarphilharmonie, eine Nebelwolke für den Turbinenplatz und alte Zimmermannskunst im Glarnerland.

Der auf absehbare Zeit teuerste Kulturbau der Schweiz, das nun grösste Museum des Landes – kein Wunder, dominiert der Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses die Medien. Letzte Woche hatte die ‹Republik› das Gebäude als «Monument der Abschottung» zerpflückt. Gestern freute sich der ‹Tages-Anzeiger›, dass die Werke «endlich hängen». Heute legt die ‹NZZ› nach, und zwar mit einer zahmen Rezension über die Ausstellung ‹Earth Beats› und einer Sonderbeilage. Darin spricht Architekt David Chipperfield über den baldigen «place to go», Kuratorin Mirjam Varadinis über Kolonialismus, Gender und Klima und der Sammler Werner Merzbacher über sein Leben. Ausserdem spaziert die Zeitung entlang umliegender Galerien, besucht die Bar und macht einen Faktencheck. Im Übrigen erschien gestern auch Hochparterres Themenheft zur ‹Kunstmaschine im Sonntagskleid› mit Beiträgen über die Kunst, das Bauensemble und einem Text über Beton und Haustechnik, Nachhaltigkeit und Raum.

Weitere Meldungen:
 

– «Bravissimo», titelt die ‹Süddeutsche Zeitung› über die neue Isarphilharmonie in München von GMP: «Nur eineinhalb Jahre Bauzeit, gerade Mal 40 Millionen Euro, Ergebnis fantastisch.»

– Die Städte werden heisser. Plätze wie der betonierte Turbinenplatz in Zürich im Sommer drückend heiss. Laut ‹Tages-Anzeiger› will die Stadt darum einen Aluminiumring mit Nebeldüsen aufhängen, der die Personen unter dem Ring «abkühlt, aber nicht nass macht».

– Eigentlich soll die Autobahn in Kriens 240 Meter lang eingehaust und einen Kilometer lang offen geführt werden. Nun fordert der Stadtrat eine komplette Einhausung. Wie die ‹Luzerner Zeitung› berichtet, kommt das beim Gewerbeverband nicht gut an, der das Gesamtprojekt durch die Maximalforderung gefährdet sieht.

– Sein Herz blutet über den sorglosen Umgang und hüpft ob der Handwerkskunst. Die ‹Südostschweiz› besucht einen Zimmermann, der in Oberurnen ein 611 Jahre altes Bohlenständerhaus renoviert und spricht mit der Kantonsdenkmalpflegerin über den Typus.

– Das Projekt The Myrrhen will 76 Wohnungen auf die Platten in Mürren stellen. Überdimensioniert finden die einen, versteckte Zweitwohnungen befürchten die anderen. Das ‹Bieler Tagblatt› berichtet von 350 Einsprachen.

close

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen