Laut der «NZZ» «ein übermässig teures Projekt»: Der geplante Ersatzneubau der Kinderkrippe Entlisberg. Fotos: stadt-zuerich.ch

Bürokratie abbauen

«Eine neue Ombudsstelle für Baufragen soll in Zürich künftig bürokratische Auswüchse bei Baubewilligungsverfahren eindämmen», schreibt die «NZZ». Der Hauseigentümer- und Gewerbeverband lanciert dazu eine Initiative.

Dabei geht es unter anderem um den sogennanten Ästhetikparagrafen im Baugesetz. «Darin steht, dass Bauten und Umschwung so zu gestalten sind, dass ‹eine befriedigende Gesamtwirkung› erzielt werde», fasst die «NZZ» zusammen. Dies öffne den Behörden Tür und Tor für willkürliche Entscheide, sagt Albert Leiser, Präsident des Zürcher HEV. Michael Baumer von der FDP sieht Zürich gar auf dem Weg zur «Staatsarchitektur». «Den Gewerbeverband hingegen stören vor allem kleine Vorschriften der zahlreichen Ämter», so die Zeitung. Die geforderte Ombudsstelle soll die Bewilligungsbehörde bei der Bearbeitung von Ermessensfragen beraten. Die Initianten erhoffen sich davon einen mässigenden Effekt auf die Ämter. «Die Stadt weist den Vorwurf der Willkür zurück», so die «NZZ». Eine zusätzliche Stelle würde bloss den bürokratischen Apparat aufblähen.

Weitere Meldungen:


– Die «NZZ» berichtet über das von Bearth & Deplazes geplante Hallenbad in St. Moritz. «Aus dem grossen Wurf, den einst ein Investor versprochen hatte, ist nichts geworden.»

– Stadt und Kanton Zürich gleisen die Planung für das Kasernenareal neu auf. Die Chancen für ein Kongresshaus auf dem Gebiet stuft die «NZZ» dennoch als gering ein.

– Luscher Architekten bauen in Montreux ein Parkhaus. Der Bau werde den nördlichen Eingang der Stadt markieren, sagt Christian Neukomm vom Städtebauamt gegenüber der «24 heures».

– Alte Zweitwohnungen sollen abgerissen und neu gebaut werden dürfen, fordert das Wirtschaftsforum Graubünden. Damit stösst es auch bei den Befürwortern der Weber-Initiative auf Anklang, so die «Südostschweiz».

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