Die Siedlung Brunaupark in Zürich soll einer Grossüberbauung von Adrian Streich Architekten weichen. Fotos: Bildbau GmbH

Brunaupark soll einer Grossüberbauung weichen

Die Siedlung Brunaupark in Zürich soll einer Grossüberbauung von Adrian Streich Architekten weichen. Ein Motion im Gemeinderat fordert eine Gestaltungsplanpflicht. «NZZ» und «Tages-Anzeiger» berichten.

Die Eigentümerin der Siedlung, die Pensionskasse der Credit Suisse, wird vier der fünf bestehenden Wohnbauten und das Ladenzentrum abreissen und durch neue Gebäude ersetzen. Die Zahl der Wohnungen wird um 260 auf 500 aufgestockt. Die Pläne stammen vom Büro Adrian Streich Architekten AG. «Dass ein Grossteil der Gebäude abgerissen wird, hat architektonische Gründe: Das heterogene Areal mit Bauten aus den achtziger und neunziger Jahren soll einheitlicher werden», schreibt die «NZZ». «Ob die CS-Pensionskasse ihre Pläne gemäss ihren Vorstellungen realisieren kann, ist allerdings fraglich. Stadt und Pensionskasse sind sich nicht einig, wie mit der Mietzinskontrolle umgegangen werden soll», schreibt der «Tages-Anzeiger». Der Zürcher Mieterverband fordere den «Rückzug der voreilig ausgesprochenen Kündigungen». Zudem verlangen Mieterverband, SP, Grüne und AL in einer Motion im Gemeinderat eine Gestaltungsplanpflicht für das Areal.

Weitere Meldungen:

– «Das Chaos beginnt»: Am Montag starten die Bauarbeiten am Basler Centralbahnplatz. Bereits gestern bei den Vorbereitungen staute sich der Verkehr, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Bahn frei für Sanierung des Gaswerkareals»: Der Kanton hat eine Beschwerde gegen die Sanierung der Altlasten im Berner Marziliquartier abgewiesen. Der «Bund» berichtet.

– Das Zürcher Büro Neff Neumann gewinnt den Wettbewerb für ein neues Gymnasium in La Tour-de-Peilz (VD). «24heures» stellt das Projekt vor.

– «Basel im Bann der Fische»: Das Ozeanium erhitzt die Gemüter. Die «Basler Zeitung» trägt zusammen, was Gegner und Befürworter sagen.

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Kommentare

Andreas Konrad 30.03.2019 11:06
Brunau ! Das aufgebrochene Chaos aus den 80 - ern und 90 - ern mit Materialmix und wirrer Erschliessung wird mit einem Stück Stadt geheilt, die Strasse gefestigt, die Höfe erinnern an die Zürcher Genossenschaftsbauten in « Groszstadt » - Manier der 20 -er Jahre. Die Blöcke sind fest, doch mit poetischem Fassadenspiel und feinen Gesimsen elegant gegliedert, der Backstein zitiert das kleine Hochhaus der «Zürcher Ziegeleien», die EG-Zone wird wohl mit Geschäften gefüllt. Ein Sprutz Novecento am zerfransenen Zürcher Rand! Es braucht also keinen Gestaltungsplan, der diesen schlüssigen Vorschlag wieder bis zur Unkenntlichkeit verwässert. Die Mieter müssen nicht bangen: Durch etappenweises Bauen entsteht kein Durcheinander, sondern ein Zügeln innerhalb der Siedlung. Schönes Detail: Das heutige «fliegende Dach» wird reminisziert und sogar verdoppelt. Fazit also : So bauen!
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