Aus Agglo wird Stadt: Eine Verkehrsachse in Dietikon soll sich zu einem blockrandgefassten «Corso» verwandeln. Fotos: © Han van de Wetering / Atelier für Städtebau

Boulevards statt Überlandstrassen

Ein Nationalfondsprojekt schlägt vor, die Agglo nach den Grundsätzen des klassischen Städtebaus zu verdichten. Die «NZZ» berichtet.

Das Nationalfondsprojekt «Neue urbane Qualität» zeigt auf, wie die Schweiz sinnvoll verdichtet werden soll. Die eine Synthese schlägt vor, die Agglomerationen nach den Grundsätzen des klassischen Städtebaus umzubauen. «Aus Überlandstrassen sollen Boulevards werden, aus Gewerbezonen durchmischte Quartiere, und die als Horte von Anonymität und Unzufriedenheit interpretierten Siedlungen aus den 1960er bis 1980er-Jahren sollen Blockrandbebauungen weichen», schreibt die «NZZ». So verdichte man und schaffe gleichzeitig Geborgenheit. Die zweite Synthese befasst sich mit den Innenstädten, für die die Verfasser eine «behutsame Transformation innerhalb bestehender Strukturen» vorschlagen. Zudem sollen Bund und Kantone die Gemeinden beraten und finanzielle Anreize schaffen, so die «NZZ».

Publikationen zu den beiden Synthesen:
– «Stadtwerdung der Agglomeration. Die Suche nach einer neuen urbanen Qualität.»
– «Urbane Qualität für Stadt und Umland. Ein Wegweiser zur nachhaltigen Raumentwicklung.»

Weitere Meldungen:


– Der «Tages-Anzeiger» hockt sich durch Zürichs Sitzbanken und mahnt: «Man sollte aufpassen, wo man sich hinsetzt. Denn die Bank formt das Denken.»

– Kulturlandschutz I: Für das Bundesgericht ist die Art, wie der Zürcher Kantons- und der Regierungsrat die Kulturlandinitiative umsetzen wollen, nicht zulässig. «Und nun?» fragen «Tages-Anzeiger» und «NZZ».

– Kulturlandschutz II: Im Kanton Bern wird der Kulturlandinitiative nun doch ein Gegenvorschlag gegenübergestellt, berichtet der «Bund». Die Initianten begrüssen das Einlenken.

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