Die Visualisierung der SBB zeigt, wie dicht sich die Kohlendreieckbrücke über das Hilfiker-Gebäude spannen wird. Fotos: PD

Betondeckel über Baudenkmal

Der «Tages-Anzeiger» berichtet über Denkmalschutz im Verborgenen: Beim Zürcher Güterbahnhof muss ein Gebäude von 1952 erhalten bleiben, obwohl es künftig von SBB-Neubauten zugedeckt wird.

Der «Tages-Anzeiger» berichtet über Denkmalschutz im Verborgenen: Beim Zürcher Güterbahnhof muss ein Gebäude von 1952 erhalten bleiben, obwohl es künftig von SBB-Neubauten zugedeckt wird. «Doch das Ensemble aus Garage, Remise und Dienstgebäude gilt als Architektur-Juwel», schreibt der «Tages-Anzeiger»: Es stammt von Hans Hilfiker, einem Pionier des schweizerischen Industriedesigns und Schöpfer der SBB-Bahnhofsuhr. Allerdings wird schon bald nicht mehr viel vom Baudenkmal zu sehen sein: Verschiedene Neubauten bedrängen das Ensemble und die geplante Brücke für die Durchmesserlinie wird haarscharf über das Dach des Baus verlaufen. «Das Hilfiker-Gebäude wird durch die neue Brücke in seiner Wirkung stark beeinträchtigt», meint Nott Caviezel von der Eidgenössischen Denkmalpflege. Immerhin hätte der Bau aber erhalten werden können, 2005 noch wollten ihn die SBB abreissen.

Weitere Meldungen:

– Die zunehmende Regelungsdichte macht das Bauen in Zürich immer teurer, schreibt die «NZZ». Auf Anfrage führt der Stadtrat nun zwar Vorschriften, Auflagen und Regelbücher in grosser Zahl auf, welche sich aber am stärksten kostentreibend auswirken, kann er auch nicht sagen.

– Vor zwölf Jahren vereinbarte die chemisch-pharmazeutische Industrie Basels mit dem Kanton, ihre Anlagen besser gegen Erdbeben zu schützen. Die Vereinbarung ist mittlerweile erfüllt, die Gebäude für 40 Millionen Franken gesichert. Dafür gibt es Lob vom Bund, schreibt die «Basler Zeitung».

– Das Gaswerkareal in Biel erhält für 54 Millionen Franken ein neues Gesicht, berichtet der «Bund». Dem vom Stadtrat beschlossenen Paket muss das Stimmvolk aber noch dreifach zustimmen.

– Nach rund 30'000 Kilometern Fahrstrecke sind gestern drei der vier Fahrzeuge des «Zero Emission Race» an den Startort Genf zurückgekehrt. Das Schweizer Team siegte vor Deutschland und Österreich, meldet der «Bund».

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