Eine breite Front wehrt sich gegen den Umbau des Konvikts in Chur. (Foto: Ralph Feiner)

Beschwerde wegen Konvikt-Umbau

Vergeblich hatten SIA, BSA, SWB, VSI und der Bündner Heimatschutz Ende Juni gefordert, die Umbaupläne für das Konvikt in Chur zu überdenken. Nun hat die Allianz eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht.

«Wir erhielten nach dem geforderten Marschhalt keine Einladung zu einem klärenden Gespräch, sondern wurden einfach mit einem Schreiben abgespeist», sagt Ludmila Seifert, Geschäftsleiterin beim Bündner Heimatschutz, gegenüber der «Südostschweiz». Die Fehler, die gemacht wurden, seien wohl unwiderruflich, dennoch wollen die Verbände nicht tatenlos zusehen, schreiben sie in einer Medienmitteilung. «Deshalb haben sie gestern bei der Bündner Regierung Aufsichtsbeschwerde gegen die drei Chefbeamten Markus Dünner, Simon Berger und Martin Michel eingereicht», so die Zeitung. Die drei hätten ihre Amtspflichten verletzt und jegliche Sensibilität im Umgang mit diesem architektonischen Zeitzeugen aus den Sechzigerjahren vermissen lassen. Der Hauptbeschuldigte Markus Dünner hat sich noch nicht dazu geäussert, da er derzeit in den Ferien weilt.

Weitere Meldungen:

– Das Museum d’Engiadina Bassa in Scuol blickt zurück auf das Werk des Bündner Architekten Rudolf Olgiati. Die «Südostschweiz» hat sich die Ausstellung angeschaut.

– Der Heimatschutz Basel kämpft darum, dass die alten Kinosäle nicht völlig verschwinden. Unter anderem setzt er sich für das Studio Central ein, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Wie die SBB zu ihrem Bauland kamen», titelt die «NZZ». Die Zeitung stellt einen Bericht eines Historikerbüros vor, der detailliert alle Handänderungen für das Zürcher Neugasse-Areal auflistet.

«Das Neue darf wie alt aussehen», titelt die «Basler Zeitung». Das Basler Stadtcasino erhält durch die Renovation von Herzog & de Meuron einen erstaunlichen historisierenden Akzent.

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