Die Zersiedelungsinitiative wird klar abgelehnt. Jetzt verlagere sich der Kampf auf die Frage des Bauens ausserhalb der Bauzone, schreibt die «NZZ».

«Bei der Raumplanung werden radikale Rezepte nicht goutiert»

Die Zersiedelungsinitiative wird klar abgelehnt. Jetzt verlagere sich der Kampf auf die Frage des Bauens ausserhalb der Bauzone, schreibt die «NZZ».

Der Entscheid sei richtig, schreibt der «Tages-Anzeiger», und doch gefährlich: «Bleibt zu hoffen, dass die Deutlichkeit keinen politischen Schaden anrichtet.» Bei der Raumplanung würden radikale Rezepte nicht goutiert, kommentiert die «NZZ»: «Zum Glück haben das die Stimmberechtigten mit dem wuchtigen Nein gegen die Zersiedelungsinitiative klargemacht.» Und die «Südostschweiz» schreibt: Lediglich fünf Jahre nach dem Ja des Schweizer Stimmvolks zu einer Verschärfung des Raumplanungsgesetzes war mit einer Volksinitiative gegen die Zersiedelung aber kein Staat zu machen. «NZZ» und «Tages-Anzeiger» schauen voraus: Jetzt verlagere sich der Kampf auf die Frage des Bauens ausserhalb der Bauzone. Zwei neue Volksbegehren wollen das Bauen ausserhalb der Bauzone stoppen und die Umnutzung alter Ställe weitgehend verbieten.

Weitere Meldungen:

– Die Baselbieter Stimmberechtigten haben sich bei der Planungsmehrwert-Abgabe hinter die Kantonsbehörden gestellt. Der Kanton positioniere sich als «bau- und investitionsfreundlich», schreibt die «Basler Zeitung».

– Die Stimmbevölkerung von Montreux lehnt den Kredit für die Sanierung und den Neubau des Kongresszentrums nach Plänen des Architekturbüros CCHE ab. «24heures» berichtet.

– Mit einem Ja-Stimmenanteil von knapp 78 Prozent haben die Oberengadiner die Initiative zur Schaffung eines regionalen Eissportzentrums angenommen. Die «Südoschweiz» berichtet.

– Das knappe Nein zur Berner Energievorlage zeige eine generelle Zustimmung zum Klimaschutz. «Die Hauptlektion ist aber: Sobald es um konkrete Schritte geht, dann harzt es», schreibt der «Bund».

– Die Gemeinde Teufen (AR) sagt Nein zum Gestaltungsplan Unteres Gremm. Im Gebiet des ehemaligen Thürerparks kann vorerst keine Überbauung realisiert werden. Das «St.Galler Tagblatt» berichtet.

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