Schulhaus Leutschenbach von Christian Kerez Architekten Fotos: stadt-zuerich.ch

«Baukultur fällt nicht einfach vom Himmel»

Richtet Zürich bei der Architektur mit zu grosser Kelle an, fragt Caspar Schärer heute im «Tages-Anzeiger» und wehrt sich gegen eine einseitige Sicht auf die Finanzen.

«Wie die öffentliche Hand baut, ist zum Thema geworden, allerdings wird nur über Geld diskutiert und mit dem immer gleichen Fazit: Die Stadt Zürich baut zu teuer.» Dabei gehe der Blick auf das Ganze verloren, so Schärer. Denn: «Eine Baukultur fällt nicht einfach vom Himmel, sie muss erarbeitet, gepflegt und weiterentwickelt werden.» Zum viel diskutierten Beispiel Leutschenbach meint Schärer: Das Schulhaus möge zwar teurer sein als andere, doch der Bau setze ein deutliches Signal: «Bildung ist uns etwas wert, auch und gerade in jenen Quartieren, die vom Rest der Stadt gerne ignoriert werden.»

Weitere Meldungen:

- Die Davoser Hotellerie ist in Aufbruchstimmung: Mit «Stilli Park» und «Hilton Garden» entstehen neue, repräsentative Häuser. Ursache der Dynamik ist der Ausbau des Kongresszentrums, meint die «NZZ».

- Die Fundaziun Origen plant in Riom im Graubünden eine einzigartige alpine Kulturmetropole, schreibt die «Südostschweiz». Peter Zumthor entwirft dafür auf Burg Riom einen «weltweit einmaligen» Theaterraum.

- Die «NZZ» berichtet über neue Sportanlagen in der Stadt Zürich. Das Hallenbad Oerlikon und das Sportzentrum Heuried sollen neu gebaut werden – für 150 Millionen Franken.

- Eine Ausstellung in der Ecole des Beaux-Arts in Paris ist dem Architekten Charles Garnier gewidmet. Die «NZZ» begibt sich auf die Spuren des Erbauers der Pariser Oper.

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