Herzog & de Meurons drittes Hochhaus verpasst die Chance einer Innovation, schreibt die «NZZ».

«Basel braucht kein ‹Rochehattan›»

Herzog & de Meurons drittes Hochhaus verpasst die Chance einer Innovation, schreibt die «NZZ». Ausserdem in der Presse: Biodiversität, Pandemie und Kapitalismus.

«Das Projekt eines dritten Roche-Hochhauses auf dem zurzeit noch hoch verdichteten Basler Südareal erhitzt die Gemüter, nicht nur in der Fachwelt», schreibt Bernd Nicolai, Professor für Architekturgeschichte, heute in der «NZZ». An der Stelle der bisher locker im Park verstreuten Solitäre soll ein einziges Mega-Hochhaus entstehen, das die beiden anderen Roche-Türme an der überragen würde: «Für die vergleichsweise kleine Grossstadt Basel wäre dieses ‹Rochehattan› nicht nur eine überholte Machtgeste, sondern auch ökologisch-baukulturell das falsche Signal», heisst es weiter. Gravierender jedoch sei der Verlust der «qualitätvollen, als national bedeutsam gelisteten Altbauten». «Roche hat jetzt die Chance, sich mit einem kreativen Gesamtkonzept für das Südareal an die Spitze einer nachhaltigen und umweltbewussten Baukultur zu setzen», schliesst Bernd Nicolai.

Weitere Meldungen:

– «Verdichtetes Bauen beim Kloster»: Die Besucher des Wallfahrtsort Mariastein in Solothurn sollen vor der Basilika mehr Raum erhalten. Die «Basler Zeitung» berichtet.

– «So rechnen sich die Muttenzer Windräder auch bei wenig Wind»: Der Betreiber ist überzeugt, dass der geplante Windpark kein Defizitgeschäft wird. Die «Basler Zeitung» berichtet.

– «Der Tunnel der Bahnhofstrasse»: Für 100 Millionen baut Swiss Life derzeit das Manor-Gebäude in der Zürcher City um. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– «Der erste Zürcher Velo-Highway ist ziemlich unfertig»: In Altstetten müssen 77 Parkplätze der Schnellroute weichen. Ein Vorgeschmack, schreibt der «Tages-Anzeiger»

– «Das Risiko neuer Pandemien lässt sich minimieren»: Der Biodiversitätsrat IPBES warnt vor weiteren Infektionskrankheiten, wenn die Natur so ausgebeutet werde wie bisher, schreibt der «Tages-Anzeiger».

– «Der Kapitalismus ist eh vorbei»: Der österreichische Philosoph Armen Avanessian sagt im «Tages-Anzeiger», die Politik müsse den fortschrittlichen technologischen Entwicklungen Schub geben.

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