Autonom fahrende Fahrzeuge fördern die Zersiedelung

Der Verkehrsforscher Thomas Sauter-Servaes sagt im Interview mit dem «Tages-Anzeiger», es werde zu wenig über die zukünftige Rolle des Autos nachgedacht. Autonom fahrende Fahrzeuge würden die Mobilität total verändern.


Mit autonom fahrende Autos können bei gleicher Infrastruktur viel mehr Autos fahren, erklärt der Verkehrsforscher Thomas Sauter-Servaes im Interview mit dem «Tages-Anzeiger»: «Aber das Besondere ist, ich kann dieses Fahrzeug als Taxi fahren lassen, während ich arbeite, und damit Geld verdienen. (...) Es wird zu einer Suburbanisierung kommen. Die Menschen werden aus den Städten ziehen, in Regionen, die günstiger zum Wohnen sind. Der Arbeitgeber kann Caroffice anbieten. Die ersten zwei Stunden Anfahrtsweg zählen als Arbeitszeit, während der Bürozeit kann mein Fahrzeug als Taxi­betrieb funktionieren. Und die Heimfahrt kann ich wieder als Arbeitszeit anrechnen lassen.» Als Resultat dieser Entwicklung werde diee Zahl der Autos und Fahrten steigen und damit auch der Strom- und Ressourcenverbrauch. «Raumplanerisch wäre es eine gegenläufige Entwicklung, weil man eigentlich eine Zerschneidung der Landschaft verhindern will» meint Sauter-Servaes. «Ich sehe derzeit nichts, was diese Fehlentwicklung aufhalten könnte. Deshalb muss man sich heute schon darüber Gedanken machen – auch über die Zukunft des öffentlichen Verkehrs.»

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