Verschieden grosse Gesteinskörnungen lagern auf dem Recyclinghof von Kibag. Fotos: Tom Huber

«Aus altem Beton neuen machen lohnt sich»

Sika scheint eine ökologische Lösung für die Wiederverwendung von Bauschutt gefunden zu haben. Die «NZZ» berichtet. Ausserdem in der Presse: Zürcher Mieterverband gegen Energiegesetz und Bern gegen Airbnb.

Die neue Betonrecyclinganlage von Sika trennt Altbeton nicht nur in qualitativ gleichwertige Einzelteile Kiesel, Sand und Kalkstein auf, sondern kann dank einem chemischen Verfahren auch CO2 binden. «Das spart Zement, und mit dem gebundenen CO2 lässt sich Geld verdienen», schreibt die «NZZ» heute. Die Eigenschaften des gewonnenen Materials seien mit neuen Produkten identisch. Die gleichmässig runden Kieselsteine aus der Anlage haben zudem den Vorteil, dass bei der Herstellung von neuem Beton weniger Zement erforderlich ist. Das gewonnene Pulver, in dem das CO2 gebunden ist, kann als Ersatz von frischem Zement eingesetzt werden und so die CO2-Bilanz des Betons zusätzlich verbessern. Das als «bahnbrechend neues Verfahren» bezeichnete Konzept ist aber laut dem Forschungschef Frank Hoefflin denn auch «visionär, aber noch kein Geschäftsmodell». Für eine kommerzielle Nutzung müsse eine Recyclinganlage stündlich 50 bis 200 Tonnen Altbeton verarbeiten können. Die Pilotanlage schafft bestenfalls 5 Tonnen pro Stunde. Die erste industriell nutzbare Anlage muss also mindestens zehn Mal grösser dimensioniert sein.

Weitere Meldungen:

– «Treibt das Energiegesetz die Mieten hoch?»: Hausbesitzer könnten neue Heizung als Vorwand für Vertragsänderung nutzen, befürchtet der Mieterverband. Die «NZZ» berichtet.

– Streit um Zweitwohnungen: Berns Stadtregierung will gewerbsmässige Airbnb-Nutzungen in der Altstadt stoppen. Selbst die FDP ist für eine Regulierung, der Hauseigentümerverband bekämpft sie. Der «Bund» berichtet.

– «Der Zug hält frühestens 2030 am Basler Flughafen»: Trotz Verzögerungen ist der Geschäftsführer von Regio Basiliensis zuversichtlich, dass das Projekt eines Tages realisiert wird, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Ein Architekt der Gegensätze»: Harry Gugger baut in aller Welt und denkt doch an die Region und günstigen Wohnungsbau. Ein Porträt der «Basler Zeitung».

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