Berns Asphalt am Pranger. Fotos: Google Street View

«Asphalt ist kein Freibrief für Fantasielosigkeit»

Der städtische Raum sei ökologisch zu kostbar, um ihn einfach zu versiegeln. Der «Bund» berichtet über Berns Strassenbeläge. Ausserdem in der Presse: Zürcher Genossenschaftsbetrug und Bahnhöfe in der Gegenwart.

«Im alten Babylon diente es als Mörtel für Strassenpflasterung, die Römer verwendeten es für ihre Thermen und andere öffentliche Bauten und im Zeitalter der Aufklärung wurde es als Strassenbelag in Paris wiederentdeckt.», erzählt Bernd Nicolai, Professor für Architekturgeschichte und Denkmalpflege, in seiner Kolumne im «Bund». Seither sei der Asphalt überall zu finden – so auch in Bern. Doch der Strassenbelag bedürfe der Pflege und in Bern werde das «unzureichend» gemacht. Vor Jahrzehnten wurden die Stadtplätze Bären-, Waisenhaus- und Kornhausplatz zu «Asphaltwüsten» umfunktioniert. Jahr für Jahr werde an ihnen herumgeflickt, sodass ein wahrhaftiger Flickenteppich entstanden sei, führt Nicolai aus. «Jüngst wurde zwar mit der Rathausgasse ein vorbildliches Beispiel ausgeführt, das Modellcharakter für den gesamten Berner Unesco-Perimeter haben sollte, der Casinoplatz aber biete ein trauriges Beispiel für die Asphaltwüste.» Asphalt sei kein Freibrief für Fantasielosigkeit, betont er: «Die Strassen sollten in Schuss sein, Plätze und Trottoirs aber verlangen ein Minimum an Gestaltung und Kreativität.»

Weitere Meldungen:

– «Millionenbetrug bei Zürcher Genossenschaft»: Der langjährige Geschäftsführer und seine Assistentin sollen bei der Baugenossenschaft Letten Geld «erschwindelt» haben, schreibt «Tages-Anzeiger».

– «Bahnhofsnutzung»: Bahnhöfe waren einst «Prunkstücke der Innenstädte», heute seien sie häufig nur noch «Gerümpelkammern des raschen Konsums». Die «NZZ» berichtet vom Zerfall von Bahnhöfen.

– «Gegen Politiken und Bauverwaltung»: Wie in Pratteln Basel ein Senior gegen den Bau der Satelitenstadt Salina Raurica kämpft, berichtet die «Basler Zeitung».

– «Alfred Hitchcocks Hotelzimmer»: Die «Südostschweiz» blickt ins Zimmer vom «Badrutt’s Palace» in St. Moritz und erzählt von seinem bekanntesten Besucher.

close

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen