Art Basel prüft Verschiebung

Im Juni sollte die Art Basel stattfinden. Die Messeleitung überlegt sich die Verschiebung in den Herbst, hat sich aber noch nicht entschieden. Ausserdem: Van Gogh im Kunsthandel und Schukow in Moskau.

Die Art Basel lockt jährlich rund 100’000 Besucherinnen und Besucher an – in normalen Zeiten. Doch für die Kunstmesse sei die Corona-Krise eine dreifache Katastrophe, schreibt die «Basler Zeitung»: Der Einbruch der Aktienkurse habe bei vielen Sammlern das Geld für Kunstkäufe vernichtet, und zudem seien viele mit der Bekämpfung der Krise beschäftigt und hätten keine Zeit, Kunst zu kaufen. Schliesslich machen die Reisebeschränkungen und das Versammlungsverbot einen Anlass in dieser Grösse unmöglich. Bis Mitte Juni (die Art war vom 18. bis 21. Juni geplant) habe sich die Lage kaum normalisiert. Der Direktor der Art Basel, Marc Spiegler, sagt jedoch gegenüber der «BaZ», dass man sich noch nicht entschieden habe, ob die Messe verschoben werde, beispielsweise in den Herbst. Es liefen entsprechende Gespräche.
Die Art Basel Hongkong wurde derweil zur virtuellen Messe, die regen Zuspruch erfahre. Die Galerie Hauser & Wirth jedenfalls habe gute Geschäfte gemacht.

 

Weitere Meldungen:

– Die «Neue Zürcher Zeitung» beleuchtet in einem längeren Bericht das Verhältnis des Künstlers Vincent van Gogh zum Kunstmarkt. «Seine Schwierigkeiten, auf dem Markt Fuss zu fassen, lagen nicht in einem Mangel an künstlerischem Können oder an der Bereitschaft, sich künstlerisch anzupassen, begründet, sondern in der Realitätsferne seiner weiteren Pläne für die Vermarktung seiner Werke», schreibt Manfred Clemenz.

– Während die Schweiz und die umliegenden Länder sich auf den Höhepunkt der Corona-Krise zubewegen, bereitet Moskau die Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag des Sieges im «Grossen Vaterländischen Krieg» vor. Der Feiertag ist in der Agenda von Präsident Putin wichtiger als Weihnachten, Neujahr und Ostern zusammen. Wie die die «gazeta.ru» schreibt, wird in Moskau zurzeit das Denkmal für Marschall Schukow demontiert. Nicht etwa, weil der Marschall in Ungnade gefallen wäre, schliesslich hat er Berlin erobert. Nein, das Denkmal, das 1995 – also zum 50. Jahrestag – aufgestellt wurde, soll durch ein neues ersetzt werden.

 

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