Werner Blaser: Der Basler Architekturliebhaber und -vermittler feiert morgen seinen 90. Geburtstag. Fotos: deu.archinform.com

«Architekturvermittler aus Leidenschaft»

Zum 90. Geburtstag von Werner Blaser rühmt die ‹Basler Zeitung› seine Leistungen, «lange bevor sich Basel selber als Architekturstadt betitelte». Noch heute sei die Schaffenskraft des Möbelschreiners ungebrochen, der Praktikant bei Aalvar Aalto wurde und zu Mies van der Rohe nach Chicago ging.

«Die Einsicht, dass der Prophet im eigenen Lande nichts gilt, trifft leider auch auf Werner Blaser zu», meint die ‹Basler Zeitung› und portraitiert den «Architekturvermittler aus Leidenschaft» anlässlich seines 90. Geburtstages. Das Schweizer Architekturmuseum solle den noch immer täglich zu Fuss zur Arbeit gehenden Publizisten und Architekten «endlich mit einer Retrospektive ehren». Sein Werk sei immens, «seine Schaffenskraft auch mit 90 Jahren ungebrochen» und die weit über hundert Publikationen seien «in internationalen Fachkreisen hoch geschätzt». Blaser habe die Basler Architekturvorträge organisiert und Ernst Beyeler mit Renzo Piano zusammen gebracht, «lange bevor sich Basel selber als Architekturstadt betitelte».

Auf die Forderung folgt eine kurze Biografie des gelernten Möbelschreiners, der bei Alvar Aalto Praktikant wurde, später für Mies van der Rohe eine Monografie verfasste und zum Kenner der chinesischen und japanischen Baukunst wurde. «Werner Blaser ist kein Architekturwissenschaftler, sondern ein Architekturliebhaber. Und mit dieser Leidenschaft publiziert er auch über die Architektur. Es sind zumeist opulente Bildbände, die sich mit Zeichnungen und Texten zu einem Ganzen zusammenfügen. Blaser kümmert sich dabei persönlich um jedes Detail. Er reist und fotografiert, ist für das Layout verantwortlich, wählt den Bildausschnitt und schreibt die Texte. Was seine Publikationen so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass er nur über Architekten publiziert, die er auch persönlich kennt oder gekannt hat.»

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– Innovationspark mit oder ohne Flugplatz: Ob der Flugplatz Dübendorf zum Zentrum der Geschäftsfliegerei wird, ist ungewiss. Der Bund als Eigentümer hat noch nicht entschieden und so lange planen Kanton und Gemeinde mit und ohne Flughafen – und mit Hosoya Schaefer Architects aus Zürich. Der ‹Tages-Anzeiger› und die ‹NZZ› berichten.

– «Viele Städter zieht es aufs Land», weiss ‹Die Weltwoche› und präsentiert «Die grosse Studie» zu den «attraktivsten Lebensbedingungen» in 908 Ortschaften. Spitzenreiter ist die Innerschweiz und vor allem der Kanton Zug, der fünf Plätze in den Top Ten belegt.

– Auch das ist Stadt: 30'000 Personen studieren und arbeiten auf dem Campus von ETH und Universität Lausanne. Wie die ‹NZZ› berichtet, wächst «das goldene Dreieck» derzeit zur zweitgrössten Stadt des Kantons Waadt heran. Das Rolex Learning Center seid Ausdruck des gleichsam wachsenden Selbstbewusstseins.

– Entwarnung für den Immobilienmark: Laut einem Bericht der ETH Zürich hat sich der Markt abgekühlt und es gibt keine Anzeichen einer Blasengefahr mehr. Die Zürcher Hochschule stuft keinen einzigen Bezirk mehr als kritisch ein. ‹Der Bund› berichtet.

– Als «nautische Architektenschmiede» beschreibt die ‹NZZ› Hamburgs neue Universität für Baukunst und Raumentwicklung, die das Dresdner Architekturbüro Code Unique in der Hafencity baute. Bestehend «aus zwei expressiv zugespitzten, sich fast wie die Kufen eines Katamarans über polygonalen Grundrissen spreizenden Baukörpern» biete sie den Studenten «stets neuen Anschauungsunterricht».

– «Mehr Aufwand, mehr Kosten», klagt FDP-Kantonsrätin Carmen Walker Späh im ‹Tages-Anzeiger› über die Zürcher Initaitive für einen Mindestanteil preisgünstiger Wohnungen. Der Eingriff ins Eigentumsrecht zugunsten von Wohnungen in Kostenmiete helfe laut dem überparteilichen Komitee von SP, CVP, Grünliberalen und AL gegen die Verdrängung von Einkommensschwachen aus attraktiven Gegenden.

– «Teurer und später», titelt ‹Der Bund› über den Ceneri-Basistunnel. Sollte das Bundesgericht dem Bundesverwaltungsgericht bezüglich der umstrittenen Bahntechnik-Vergaben zustimmen, könnte der NEAT-Streckenabschnitt bis zu drei Jahre später fertig werden und Mehrkosten von über 100 Millionen Franken verursachen.

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