Alt-Stadtpräsident Elmar Ledergerber gegen Hardturmstadion

In der Sondersendung des Schweizer Fernsehens über das nächtliche Zürich-West sagte Alt-Stadtpräsident Elmar Ledergerber: «Nach all diesen Geschichten mit den Hooligans bin ich nicht mehr bereit, 300 Millionen Franken aus Steuergeldern in ein solches Stadion zu investieren.»

In der Sondersendung des Schweizer Fernsehens über das nächtliche Zürich-West wurde am Freitag auch Alt-Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) das Mikrofon vor den Mund gehalten, verbunden mit der Frage, was er vom geplanten Hardturmstadion halte. «Nach all diesen Geschichten mit den Hooligans bin ich nicht mehr bereit, 300 Millionen Franken aus Steuergeldern in ein solches Stadion zu investieren», sagte ein sichtlich enervierter Ledergerber. Dies umso mehr, als die Fussballclubs nicht mithelfen würden, den Hooliganismus zu bekämpfen. Der «Tages-Anzeiger» berichtet heute. Elmar Ledergerber hatte sich selber mit viel Herzblut für das Stadionprojekt «Pentagon» von Meili Peter Architekten auf dem Hardturm engagiert, erst als Hochbauvorsteher, dann als Stadtpräsident. «Ledergerbers ablehnende Haltung gegenüber dem aktuellen Stadionprojekt ist wohl nicht ganz zu trennen von seinem Engagement für das alte», schreibt der «Tagi». Gegenüber dem Fernsehen sagte er am Freitag zudem: «Man hätte damals ein Stadion gratis haben können, durch die Mantelnutzung finanziert.» Aber heute sei die Stadt an einem anderen Ort.

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