Der Bundesrat will eine zweite Gotthardröhre bauen. Fotos: Grzegorz Święch

Absage an eine effiziente Verkehrspolitik

Die «NZZ» kommentiert den gestrigen Entscheid des Bundesrates für eine zweite Gotthardröhre.

«Das Votum für einen zweiten Tunnel ist eine Absage an eine effiziente Verkehrspolitik», kommentiert die «NZZ» den gestrigen Entscheid des Bundesrates für eine zweite Gotthardröhre. «Der Stellungsbezug der Landesregierung suggeriere, «dass es keiner wirklichen Probleme bedarf, sondern bloss kraftvoller Stimmungsmache, um den in den letzten Jahren Schritt für Schritt etablierten Grundsatz einer kohärenten, koordinierten und dadurch im internationalen Vergleich effizienten Verkehrspolitik aufzuweichen, ja zu beseitigen.» Kritisch zeigt sich auch der «Tages-Anzeiger». Ihm fehlt der Glaube, dass während der Sanierung jeweils nur eine Spur des neuen Tunnels offen sein wird. Und die «Südostschweiz» schreibt: «Der Alpenschutz guckt in die Röhre.»

Weitere Meldungen:

– Ein Untersuchung soll Licht in die Verfilzung zwischen den Stadtbauten Bern und der Sicherheitsfirma SAS bringen. Berner Politiker sind damit nicht zufrieden, schreibt der «Bund».

– Design-Studierende der École cantonale d’art appliquès (ECAL) in Lausanne haben Objekte für die Villa Le Lac von Le Corbusier entworfen. «24heures» stellt eine Auswahl vor.

– Lugano wertet den Seeanstoss mit seinen drei Plätzen auf. Der «Corriere del Ticino» berichtet über den Start der ersten Etappe.

– In Zürch-Binz haben Besetzer ein 6000 Quadratmeter grosses Areal zum autonomen Gebiet erklärt. Der «Tages-Anzeiger» hat die «bedrohte Zone» besucht.

– Favela-Chic? Immer mehr Planer und Architekten entdecken die Favelas als Inspirationsquelle. Ein Artikel in der «NZZ».

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