Das Projekt von Armon Semadeni Architekten für die Schwimmhalle im Berner Neufeld. Fotos: nightnurse images

75,5 Millionen Franken für die Schwimmhalle in Bern

Das Projekt für eine neue Schwimmhalle in Bern ist einen Schritt weiter. Ausserdem: Neues zur Halle 53 in Winterthur, zu einem Stadtteil in Pratteln, zum Dorf Mulegns sowie ein Bericht einer ETH-Professorin.

Die Berner Stadtregierung, der Gemeinderat, hat gestern zwei Abstimmungsvorlagen für den Bau einer Fünfzig-Meter-Schwimmhalle im Neufeld verabschiedet. Das berichtet «Der Bund». Die eine Vorlage umfasst den Kredit von 75,5 Millionen Franken für den Bau und den Erwerb des Grundstücks im Baurecht, die andere Vorlage betrifft die Zonenplanänderung. Zwar wäre ein Bau auf der grünen Wiese günstiger, meinte Stadtpräsident Alec von Graffenried gegenüber dem «Bund», dafür werde im Neufeld kein Quadratmeter Land beansprucht. Stadtwanderer Benedikt Loderer teilt diese Meinung: Es werde kein Land verschwendet, und ausserdem sei die soziale Durchmischung an einer zentral gelegenen Anlage besser. Armon Semadeni Architekten gewannen vor einem Jahr mit dem Projekt «Goccia» den Wettbewerb für die Schwimmhalle.

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– Gestern hat das Bundesamt für Verkehr im Grundsatz grünes Licht für den Aus- und Umbau des Bahnhofs Lausanne gegeben, meldet «24 heures». Wann mit den Bauarbeiten des 1,3-Milliarden-Franken-Projekts begonnen wird, ist noch nicht klar. Es sind zahlreiche Auflagen zu erfüllen.

– In Winterthur verzichtet Implenia auf ihr Rückkaufsrecht für die Halle 53. Diese gehört somit definitiv der Stadt, wie «Der Landbote» schreibt. Das Industriedenkmal – zurzeit hauptsächlich als Parkhaus genutzt – soll gemäss einem Konzept des Architekten Beat Rothen und des Basler Thinktank Sàrl dereinst einen polyvalenten Saal für Musik, Kongresse und Messen sowie eine grosse Bar und einen Food Court enthalten.

– Unter dem Namen «Pratteln Mitte» soll nördlich des Bahnhofs Pratteln in den nächsten Jahrzehnten ein neuer Stadtteil entstehen, schreibt die «Basler Zeitung». Mit 800 Millionen Franken sei dies die bisher grösste Investition im Baselbiet. Betroffen sind die Industrieareale von Buss und Rohrbogen und des ehemaligen Coop-Verteilzentrums.

– Einst logierten Adlige im Posthotel Löwen in Mulegns im Kanton Graubünden. Damals zählte das Dorf 150 Einwohner. Heute sind es noch 19, und der Charme des Hotels bröckelt. Giovanni Netzer, Theatermann und Gründer des Festivals Origen, will das ändern: Er will mit Kunst und Bauprojekten das Dorf wiederbeleben, wie der «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» berichten.

– Nina Buchmann ist Professorin und Vorsteherin des Departements für Umweltsystemwissenschaften an der ETH Zürich. In einem Gespräch in der «Neuen Zürcher Zeitung» berichtet sie über ihre Erfahrungen als Frau an der ETH. Benachteiligt habe sie sich nie gefühlt. Aber Missverständnisse habe es schon gegeben.

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