Der «Tages-Anzeiger» untersucht die aktuelle Situation auf den Baustellen im Kanton Zürich. Fotos: Scott Blake on Unsplash

«Auf dem Bau geht die Angst um»

Der «Tages-Anzeiger» untersucht die aktuelle Situation auf den Baustellen im Kanton Zürich. Ausserdem in der Presse: Alfredo Häberli im Homeoffice, knapper Wohnraum in Basel und Flaktürme in Wien.

Vor einer Woche hat der Kanton Zürich eine Petition der Gewerkschaft Unia, alle Baustellen zu schliessen, abschlägig beantwortet. Der Gewerkschaftsbund hat deshalb eine neue Petition gestartet, in der er mehr Kontrollen und vor allem schärfere Sanktionen im Bezug auf die Sicherheit und die Hygiene im Zusammenhang mit dem Coronavirus verlangt. Der «Tages-Anzeiger» berichtet. Tatsächlich sei bis heute im Kanton Zürich keine einzige Baustelle, kein einziger Betrieb behördlich geschlossen worden. Dass zu wenige Kontrollen stattfänden und zu wenige Sanktionen ausgesprochen würden, weist Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) aber zurück. Neben der Suva sei auch die Kantonspolizei mit Kontrollen betraut. 125 Betriebe hat die Suva bisher kontrolliert, rund 1200 die Kantonspolizei. Die Suva bestätigt: Vor allem bei den Sicherheitsabständen hapere es teilweise, mit guter Organisation sei das Problem aber lösbar. Der «Tages-Anzeiger» zitiert einen anonymen Bauunternehmer der meint, das Problem seien die Konventionalstrafen, die fällig werden, wenn Arbeiten zu spät fertig werden oder Handwerker unpünktlich auftauchen. Würde der Bundesrat die Konventionalstrafen sistieren, wäre viel gewonnen.

Weitere Meldungen:

– «Das Home-Office als Labor»: «Die stagnierende Veränderung in der Büroorganisation wird enorm beschleunigt», sagt der Zürcher Innenarchitekt Alfredo Häberli im Interview mit der «NZZ».

– Elektroautos müssen aus Sicherheitsgründen ein künstlich erzeugtes Geräusch von sich geben. «Das ist Musik in den Ohren der Hersteller», schreibt der «Tages-Anzeiger».

– «In der Villa Le Lac vereinigt Le Corbusier Innen und Aussen»: «24heures» interviewt den Denkmalpfleger des Museums am Genfersee.

– Mit Rikschas will Pascal Nydegger den Warentransport in der Stadt Bern ökologisch umbauen. Nun plant er, Velolastwagen weltweit zu exportieren. Der «Bund» berichtet.

– «Wohnraum in Basel bleibt ein Luxus»: Während in Zürich günstiger Wohnraum gefördert wird, hinkt Basel hinterher, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Wiens Flaktürme ragen verloren in den Himmel»: Die Symbole für die «Ewigkeit» des «Dritten Reichs» dienen heute als Lager, Aquarium oder Notbunker, berichtet die «NZZ».

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