Um die Qualität in der Planung zu gewährleisten und die Planungsdauer zu verkürzen, schafft die Stadt Luzern eine eigene Dienstabteilung Städtebau.
Gerade in Bezug auf die Wohnungskrise wird von rechts die Deregulierung von Planungsgesetzen und die Aufweichung von Lärmschutz oder ISOS gefordert. Es ist zwar richtig, dass Bauverfahren komplexer und dadurch langwieriger geworden sind. Deregulierung ändert jedoch nichts an der Komplexität der Planungsaufgaben – sie verlagert Probleme lediglich auf andere Instanzen wie die Mietenden. Die Stadt Luzern will einen anderen Weg gehen.
Die Stadt Luzern will die Planungsdauer von Projekten verkürzen und die Qualität erhöhen, indem sie Expertise bündelt und die langfristige Begleitung von Bauträgern stärkt. Eine eigene Dienstabteilung Städtebau soll ab 2026 von den Baubewilligungen abgetrennt werden, um Bauträger im gesamten Prozess von der Konzeption eines Projekts bis zur Baubewilligung besser beraten zu können. Herausforderungen lassen sich so früher erkennen und lösen. Unnötige Schlaufen, beispielsweise durch eine Beurteilung der Schutzwürdigkeit erst nach der Baueingabe, können so vermieden werden.
Der Stadtrat von Luzern beantragt deswegen beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von 6 Mio. Franken, um in der neu zu schaffenden Dienstabteilung Städtebau insgesamt 390 Stellenprozente zu schaffen. Der Entscheid fusst auf internen Analysen, die Personalengpässe in der städtebaulichen Beratung als Gefahr für die Qualität und den Fortschritt von Projekten erkannt haben....
Luzern stärkt den Städtebau
Um die Qualität in der Planung zu gewährleisten und die Planungsdauer zu verkürzen, schafft die Stadt Luzern eine eigene Dienstabteilung Städtebau.
16.07.2025 09:04