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Der Städtebau-Stammtisch online zum Durchgangsbahnhof Luzern.

Durchgangsbahnhof Luzern: «Der Städtebau kommt noch zu kurz»

Der Städtebau-Stammtisch nahm die Testplanung zum Durchgangsbahnhof Luzern auseinander. Lesen Sie die Zusammenfassung oder schauen Sie die ganze Diskussion.

Die Zukunft verspricht Gutes für den Luzerner Bahnhof, glaubt man den Aussagen der an der Testplanung beteiligten Planer. Er verspreche sich, sagte Han van de Wetering am Städtebau-Stammtisch vom Montagabend, «mehr Freiraum rund um den Bahnhof». Dieser solle zudem integraler Bestandteil der Stadt werden und nicht bloss eine Verkehrsmaschine, betonten auch Michael Güller und Rainer Klostermann, der das Beurteilungsgremium leitete. Andreas Nuetten ging noch weiter: Im Ausbau des Bahnhofs und des damit verbundenen Anschlusses der Agglomeration liege das Potential, Luzern als Grossstadt zu verstehen. Nicht visionär genug? Das Chaos am Luzerner Bahnhof sei gross und die Vorschläge aus der Testplanung, um den Knoten zu entwirren, blieben boden- und realitätsnah, stellte Rahel Marti von Hochparterre fest. Warum ergab das Verfahren keine übergeordneten, weit vorausschauenden Ideen wie etwa den Bahnhof ganz neu zu denken? Das sei schon gut so, meinte Rainer Klostermann: «Die aktuelle Situation ist nicht ganz falsch, denn der Verkehr braucht ein gewisses Chaos, damit er dynamisch bleibt.» Han van de Wetering drehte die Kritik um: «Einen Bahnhof nicht nur als Verkehrsmaschine zu verstehen, sondern als städtebauliches Element und Plätze freizuräumen, ist bereits eine Revolution.» Wie weiter? Die Testplanung habe eine ganze Werkzeugkiste an planerischen Massnahmen hervorgebracht, meinte Klosternmann, nun liege es an der Stadt, sie zu nutzen. «Man muss die Leute nun begeistern», betonte Andreas Nütten, und dafür brauche es eine Kümmererin oder einen Kümmerer. Aus der Testplanung sollen nun Projektierungen werden, doch welches Verfahren dafür folgen soll, darüber war sich auch das Publikum nicht einig: Je ein Drittel wünschte sich gemäss der kurzen Online-Umfrage «einen internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerb für den gesamtöffen...
Durchgangsbahnhof Luzern: «Der Städtebau kommt noch zu kurz»

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