Drei Veranstaltungen zur sozialökonomischen Bauwende
Ein Arbeitskreis aus unterschiedlichsten Fachleuten lädt zu einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe. Thema: der sozialverträgliche Wohnungsbau. Forderung: sozialökonomische Bauwende jetzt!
Wie können wir Städte ökologisch weiterbauen und neuen Wohnraum schaffen, ohne dass dadurch Mietzinse eskalieren und Menschen ihr Zuhause verlieren? Was braucht es, damit unsere Städte in diesen Prozessen lebenswert bleiben, für alle zugänglich sind und die gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglicht wird?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis sozial-ökologische Bauwende, der sich aus zahlreichen Fachpersonen aus den Bereichen Raumplanung, Stadtentwicklung, Sozialraum, Soziale Arbeit und Architektur zusammensetzt, seit gut zwei Jahren. Nun folgt eine öffentliche Veranstaltungsreihe. Sie startet diesen Mittwoch im Architekturforum Zürich, danach folgen Anlässe im GZ Heuried und der Zentralwäscherei Zürich.
Und so sieht das detaillierte Programm aus:
Mittwoch, 24. September 2025, 18 -19 Uhr, anschliessend Austausch und Apéro
Zutaten der sozialökologischen Bauwende. Eine Einführung und Übersicht
Architekturforum Zürich, Zollstrasse 115, Zürich
Wie können wir Städte ökologisch weiterbauen und neuen Wohnraum schaffen, ohne dass dadurch Mietzinse eskalieren und Menschen ihr Zuhause verlieren? Was braucht es, damit unsere Städte in diesen Prozessen lebenswert bleiben, für alle zugänglich sind und die gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglicht wird?
Beispiele dafür sind: Umbauen im bewohnten Zustand anstatt Ersatzneubauten zu erstellen, Kostenmieten oder einkommensbasierte Mietzinsmodelle anzuwenden, verdichtetes Bauen dank architektonischen Kniffen zu ermöglich, gute Kommunikation mit den Mieter*innen zu gewährleisten sowie, Häuser fair zu verkaufen und vererben.
Unterstützt von verschieden Expert*innen wagen wir eine Tour d’Horizon der wichtigsten Zutaten einer sozialen und ökologischen Bauwende. Beim anschliessenden Apéro können wir die Themen vertiefen und verhandeln.
Moderiert wird der Abend von Philippe Koch (Delegierter Wohnen der Stadt Zürich). Expert*innen sind Rebecca Geyer, Andreas Haug, Sabina Ruff, Andrea Schafroth, Yarin Shmerling, Antonia Steger, Sabeth Tödtli, Thomas Wirz und weitere.
Montag, 29. September 2025, 19:30 Uhr
«4000 Franken für 3 Zimmer? Gaht’s no?» Logiken der Mietzinsberechnung von Profitorientierten verglichen mit Gemeinnützigen.
GZ Heuried, Döltschiweg 130, Zürich
Die Mietzins-Kluft zwischen Genossenschaften und Profitorientierten wird immer grösser. Für dieselbe Wohnung muss oft ein Mehrfaches bezahlt werden, wenn man auf dem privaten Markt mieten muss. Doch warum eigentlich?
An einem konkreten Fall wie zum Beispiel der Siedlung Küngenmatt in Zürich-Heuried betrachten wir unterschiedliche Mietzinsberechnungen. Wer die zugrundeliegenden Logiken einmal verstanden hat, durchschaut die Wohnkrise in Zürich schon um einiges besser!
Der Workshop richtet sich an Personen, für die das Thema neu ist. Nach einem Input betrachten wir gemeinsam konkrete Berechnungsbeispiele.
Workshop mit Antonia Steger.
Sonntag, 26. Oktober 2025, 16 Uhr
«Der Boden macht 70% meiner Miete aus?» Ein Wegweiser für sozialverträgliches verkaufen und vererben.
Zentralwäscherei, Neue Hard 12, Zürich
Wer über eine soziale Bauwende spricht, muss auch über Bodenpreise, Spekulation und Erbrecht sprechen. Die Bodenpreise steigen in den letzten Jahren stark, und mit ihnen die Mieten.
Welche politischen Rezepte gibt es dagegen? Und wie können auch Eigentümer*innen Verantwortung übernehmen, um diese Entwicklung auszubremsen? Praktische Tipps für eine soziale Vorsorgeplanung inklusive.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos und eine Anmeldung nicht notwendig.
Die Veranstaltungsreihe wird organisiert vom Arbeitskreis sozialökologische Bauwende und den Vereinen Bureau Giacometti und Urban Equipe, im Rahmen der Stadt_Labor-Reihe der Stiftung Ponte Projektfonds. Sie ist eine vorläufige Zusammenfassung und Fortsetzung des «Arbeitskreis sozialökologische Bauwende». Im Arbeitskreis tauschen seit 2023 rund 50 Praktiker*innen ihre Erfahrungen zu einem sozialverträglichen Stadtumbau aus. Der Arbeitskreis wurde unterstützt von der Stiftung Ponte Projektfonds und von der Fondation Sotto Voce.