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Der Städtebau-Stammtisch online mit Sonja Rueff, Rahel Marti, Sabeth Tödtli, Josef Estermann, Erich Willi, Simon Jacoby und Richard Wolff.

Der Anti-Stau-Artikel muss fallen

Am Städtebau-Stammtisch von Hochparterre und Tsüri.ch waren alle für einen blühenden Rosengarten statt einer Stadt-Autobahn in Zürich. Die Wege dahin sind aber unterschiedlich.

«39 Prozent sagen “überzeugt“, 54 Prozent denken “machbar“ und nur 4 Prozent meinen “illusorisch“. Dass es so deutlich ist, überrascht mich.» Simon Jacoby, der Chefredaktor von tsüri.ch, kommentiert die erste Publikumsbefragung am Städtebaus-Stammtisch zum blühenden Rosengarten. Rahel Marti von Hochparterre und er haben gestern Abend dazu in den virtuellen Raum eingeladen. In ihren Stuben statt auf dem Podium im Kulturpark sitzen Sonja Rueff, Kantonsrätin der FDP, Sabeth Tödtli von der Urban Equipe, Josef Estermann, ehemaliger Zürcher Stadtpräsident und Richard Wolff, Zürichs Stadtrat und Tiefbauvorsteher. Einleitend stellt der Verkehrsplaner Erich Willi die Geschichte der Zürcher Westtangente und Rosengartenstrasse von der Quartierverbindung zur mehrspurigen Expresstrasse vor und präsentierte den Verkehrsplan der «Rosengärtner». Neben Willi und Estermann haben die Planer Paul Romann und Peter Hotz, die Umweltwissenschafterin Simone Brander und Köbi Gantenbein von Hochparterre zum Geburtstag der Doppelniederlage von Kanton und Stadt an der Urne entworfen, wie aus der Stadtplage eine normale Stadtstrasse werden kann mit Übergängen für Fussgänger, mit Tempo 30, Spurabbau und einer substanziellen Reduktion des Autoverkehrs. Ein Themenheft von Hochparterre präsentiert Studien und Pläne en Detail. Im Prinzip ja, aber... Die Runde ist sich einig: Der Zustand und das Leben am Rosengarten sind unhaltbar. Stadtrat Wolff dankt der Gruppe für den «wertvollen Plan, der meine Sympathie hat, weil er kraftvoll und charmant ist». Innerhalb der Stadtverwaltung und -politik werde er nicht ohne Folgen bleiben. Die Urbanistin Sabeth Tödtli kritisiert, dass der Plan sich nicht dazu äussere, was mit der Aufwertung des Quartiers geschehe, wie verhindert werde, dass Leute vertrieben würden und wie die Partizipation der Quartierbewohner sicher gestellt werde. Estermann...
Der Anti-Stau-Artikel muss fallen

Am Städtebau-Stammtisch von Hochparterre und Tsüri.ch waren alle für einen blühenden Rosengarten statt einer Stadt-Autobahn in Zürich. Die Wege dahin sind aber unterschiedlich.

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